Aktualisiert 12.06.2019 06:13

Wirtschaftskrieg

Whatsapp ist neu auf Huawei-Handys verboten

Der Facebook-Konzern hat Huawei die Vorinstallation seiner Apps auf Handys untersagt. Dazu gehören neben Facebook auch noch Whatsapp und Instagram.

von
swe

Der Entscheid der US-Regierung, den chinesischen Handy-Hersteller Huawei auf eine schwarze Liste zu setzen, hat weitere Folgen. So darf das Unternehmen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.com künftig keine Apps von Facebook mehr auf seinen Smartphones vorinstallieren.

Neben Facebook selbst stammen auch Whatsapp und Instagram vom amerikanischen Konzern und sind ebenfalls von der Massnahme betroffen. Nutzer, die ein Huawei-Handys besitzen, auf denen Facebook, Instagram oder Whatsapp bereits installiert sind, werden aber laut Facebook weiterhin mit Updates versorgt werden.

Grössere Herausforderung

Der Entscheid von Facebook bedeutet nicht, dass die genannten Apps gar nicht mehr auf Huawei-Handys installiert und genutzt werden können. Es betrifft lediglich die Apps, die sich bereits ab Fabrik auf dem Gerät befinden. Denn Facebook bietet Apps wie beispielsweise den Messenger Whatsapp auch auf seiner eigenen Website zum Download an, so dass eine Installation in kurzer Zeit vom Nutzer selbst durchgeführt werden kann.

Wegen der Massnahmen der US-Regierung hat Googles Mutterkonzern Alphabet bereits einen Teil der Geschäftsbeziehungen mit Huawei eingestellt. Huawei-Handys werden deshalb künftig keine Updates für das mobile Betriebssystem Android und keinen Zugang mehr zum Play Store erhalten. Nicht davon betroffen sind laut Hersteller verkaufte Produkte und solche, die aktuell verkauft werden.

Erneute Zusammenarbeit?

Nun wurde aber bekannt, dass Google von der US-Regierung die Erlaubnis will, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzern Geschäfte zu machen. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Handys weiterhin mit Android versorgen zu dürfen, so ein Bericht der «Financial Times».

Google argumentiert, dass eine fehlende Zusammenarbeit mit Huawei die Sicherheit der Handy-Nutzer negativ beeinflussen würde. Denn wenn Huawei seine Geräte mit einer eigenen Version der Open-Source-Software Android ausstatte und ohne Play Store auskommen müsse, könnten Handys einfacher gehackt werden als mit den Diensten von Google.

Wenn ein Amerikaner dann sensible Informationen an ein allfällig kompromittiertes Huawei-Smartphone übermittle, könnte dies möglicherweise auch die nationale Sicherheit der USA gefährden. Es ist also möglich, dass die amerikanische Regierung Google eine Genehmigung erteilt, weiterhin mit Huawei zusammenzuarbeiten.

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