Aktualisiert 20.01.2016 11:11

«Voll die Verarschung»

Whatsapp verwirrt mit widersprüchlichen News

Nach der Abschaffung der Jahresgebühr stiftet Whatsapp mit unterschiedlichen Angaben zur Laufzeit des Abos Verwirrung bei den Nutzern.

von
tob

Anfang Woche hat Whatsapp-CEO Jan Koum angekündigt, dass die Nutzung des Messengers in Zukunft kostenlos ist. Daraufhin informierte das Unternehmen die Nutzer mit folgender Benachrichtigung: «Aus Kulanz gewähren wir Ihnen lebenslangen Whatsapp-Service!»

Kurze Zeit später folgte eine weitere Nachricht. «Whatsapp-Service verkürzt. Neues Ablaufdatum: 25.7.2016». Das angegebene Datum könne aber variieren, berichten Whatsapp-Nutzer in den sozialen Medien. «Voll die Verarschung», schreibt ein Leser-Reporter von 20 Minuten.

Ein technischer Fehler

Was zu der mehrfachen Benachrichtigung mit unterschiedlichem Inhalt geführt hat, ist nicht bekannt. Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch, Mimikama, vermutet, dass es sich dabei um einen technischen Fehler handelt. So endete die Benachrichtigungsserie bei den meisten denn auch mit der Information, dass der Dienst nun doch lebenslang freigeschaltet sei.

Künftig will Whatsapp mit Firmen Geld verdienen, die über den Messenger mit ihren Kunden kommunizieren. Für den Endnutzer selbst wird der Dienst kostenlos – und bleibt werbefrei. So steht es auf der offiziellen Website von Whatsapp. Das heisst, die Abogebühr – jährlich ein Franken – fällt weg. Der Betrag wurde allerdings sowieso nur selektiv erhoben. Eine Umfrage von 20 Minuten mit mehr als 7200 Teilnehmern hat ergeben, dass lediglich acht Prozent der Nutzer die Gebühr je bezahlen mussten.

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