Aktualisiert 27.07.2015 09:21

Gartenbad BachgrabenWhite-Pool-Party feiert in Allschwil Auferstehung

Nach fünf Jahren Pause findet am 8. August wieder eine White-Pool-Party statt. Ermöglicht wurde das Comeback durch die wohlwollenden Behörden von Allschwil.

von
Matthias Kempf
Piero Vecchioli hat für die White-Pool-Party ein neues Zuhause gefunden. Nach fünf Jahren Dornröschenschlaf findet sie zum ersten Mal im Gartenbad Bachgraben in Allschwil statt.

Piero Vecchioli hat für die White-Pool-Party ein neues Zuhause gefunden. Nach fünf Jahren Dornröschenschlaf findet sie zum ersten Mal im Gartenbad Bachgraben in Allschwil statt.

«Es waren magische Nächte», erinnert sich Party-Veranstalter Piero Vecchioli an die legendären Nautilus-Partys im Gartenbad St. Jakob. Und diese sollen nun zurückkommen: Mit der White-Pool-Party 2015 am 8. August im Gartenbad Bachgraben in Allschwil soll ein Revival der beliebten Eventreihe stattfinden.

Bis um Mitternacht darf im grössten Gartenbad der Schweiz Musik gespielt werden. Auf zwei Floors legen DJs vor allem aus der Region elektronische Musik auf. Danach geht die Party im Club Borderline weiter. Die Veranstalter möchten einen Event für ein breites Publikum realisieren. Deshalb sollen auch viele Nautilus-Fans der ersten Stunde angelockt werden: «Für Besucher ab 38 Jahren ist der Eintritt frei. Alle anderen bezahlen 20 Franken», so Vecchioli.

«Wir rechnen mit maximal 3000 Besuchern», sagt er. Dass nach fünf Jahren überhaupt wieder eine Party am Schwimmbecken stattfindet, ist eher Zufall. «Wir hatten im Juni bei einem Bier in der Fischerstube die Idee, spontan einen Neuanfang zu wagen», so Vecchioli.

Neuanfang nach tristen Jahren

Zehntausende pilgerten um die Jahrtausendwende jeweils zur Nautilus ins Joggeli. 2004 wurde das letzte Mal am Wasser gefeiert. 2010 fand zwar noch ein Revival der bekannten Nautilus statt: Die White-Pool-Party 2010 lockte tausende Tanzwütige und Nautilus-Nostalgiker ins St. Jakob. Dann war aber definitiv Schluss mit Pool-Partys in der Region Basel.

«Als wir im folgenden Jahr wieder ein Gesuch für eine Bewilligung einreichten, bekamen wir eine Absage der Gemeinde Münchenstein, verbunden mit einer Absagegebühr von über 1000 Franken. Ein klares Zeichen dafür, dass Anfragen für Partys im Gartenbad St. Jakob nicht mehr erwünscht sind», sagt Vecchioli.

Allschwil offener für Partys

Da das Gartenbad St. Jakob nicht mehr zur Verfügung stand, versuchten Vecchioli und seine Partner ihr Glück beim Gartenbad Bachgraben, das zu einem grossen Teil auf Allschwiler Boden steht – mit Erfolg: «Ich war extrem positiv überrascht von den Allschwiler Behörden. Ich bin nun schon seit 20 Jahren im Event-Geschäft tätig, aber so schnell hatte ich noch nie eine Bewilligung», freut sich Vecchioli.

Bereits nach wenigen Tagen hätten die Allschwiler den Antrag bewilligt, so dass die Party-Planung beginnen konnte. Bei der Gemeinde Allschwil gibt man sich bescheiden: «Es ist schon so, dass wir Bewilligungsanträge möglichst rasch bearbeiten wollen. Dass wir aber zu den Schnellsten gehören, wusste ich nicht – aber das freut uns natürlich», sagt Melanie Murawski von der Einwohnerzentrale. In Allschwil würden viele Veranstaltungen durchgeführt und die Behörden seien sich das Prozedere gewohnt. «So lange sich die Veranstalter an die Abmachungen halten, haben wir keinen Grund, einen Event zu verhindern», so Murawski.

Bei Erfolg gehts grösser weiter

Weisse Kleidung sei bei der White-Pool-Party keine Pflicht, aber erwünscht: «Es wäre für das Ambiente förderlich», sagt Vecchioli. Ob die Pool-Party im kommenden Jahr in die nächste Runde geht, hängt von den Besuchern ab. «Wenn die Party gut besucht wird und wir merken, dass noch immer ein Bedürfnis besteht, werden wir die Feier im nächsten Jahr erneut durchführen. Dann aber in einem grösseren Ausmass.»

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