Miss Schweiz 2008: Whitney Toyloy: vom Küken zur Königin
Aktualisiert

Miss Schweiz 2008Whitney Toyloy: vom Küken zur Königin

Eine West-Schweizerin löst Amanda Ammann ab: Whitney Toyloy aus Yverdon ist gerade mal 18 Jahre alt und neue Miss Schweiz. Im Finale setzte sie sich gegen Rekha Datta aus Zürich durch.

von
Philipp Dahm

Im Centro Esposizioni in Lugano hüpfen die Kandidatinnen auf die bereitgestellte Bühne: Die Miss Schweiz-Wahl beginnt. Moderatoren des Abends sind Christa Rigozzi, die im schön-schlichten Silberkleid gekommen ist, und Matteo Pelli, dessen Kommentar Sven Epiney übersetzt. Die Miss-Anwärterinnen stellen sich vor. Es sind nach Startnummern:

1: Rekha Datta

2: Katja Diethelm

3: Lucile Epper

4: Fiona Fariña

5: Alexandra Feybli

6: Stefanie Frei

7: Nancy Kabika

8: Diana Knezevic

9: Dominique Knill

10: Emilie Lindblom

11: Alessia Novak

12: Lisa Panigada

13: Céline Roscheck

14: Nathalie Schillinger

15: Whitney Toyloy

16: Selver Yavuz

In den Portraits werden die Kandidatinnen genauer vorgestellt: An dieser Stelle keine neuerlichen Überraschungen aus dem Leben der Damen. Wer noch nicht über die 16 Schweizer Schönheiten Bescheid weiss, findet alle Basis-Informationen in dieser Bildstrecke.

Wie läuft die Wahl ab?

Wie wird die neue Miss Schweiz bestimmt? Bei den ersten zwei Wahlgänge wird die Anzahl der Kandidatinnen von 16 auf sechs und dann von sechs auf drei reduziert. Hier zählen die SMS-Stimmen der Zuschauer jeweils 50 Prozent, die andere Hälfte der Wertung kommt von der Jury. Welche der drei Letzten die Krone bekommt, entscheiden die Zuschauer alleine.

Das Gespräch zwischen Christa Rigozzi und dieser Jury ist nicht gerade spritzig. Artig werden einander Komplimente gemacht und den Kandidatinnen konstatiert, dass sie alle wunderschön sind. Ganz gut, dass Gabriella Cilmi erstmal ein Lied zum Besten gibt…

Der Bikini- und der Ballkleid-Durchgang

Beim Bikini-Durchgang schreiten die Damen im knappen schwarzen Zweiteiler und mit High-Heels bekleidet auf die Bühne. Im Anschluss folgt ein Bericht über das Missen-Camp in Andalusien, wo die Kameras immer auf Augenhöhe waren. Und auf Höhe anderer Körperpartien… Die Zuschauer sehen die Mädchen beim Baden, Beach-Volleyball spielen, Laufen und Fahrradfahren. Alles für die Bikini-Figur, die beim Räkeln im Strandsand noch mal vorteilhaft ins Bild gerückt wird.

Christa hat sich umgezogen und trägt ein Leopardenfellkleid a la Sharon Stone, um den Bauch einen glitzernden Edelgürtel. Schon ist Durchgang Nummer zwei im Gange: Die Missen-Kandidatinnen im weissen Ballkleid auf und schreiten die Bühne ab. Mit dieser Runde endet auch das Televoting: Gleich müssen zehn der Damen sich von ihrem Missen-Traum verabschieden.

Die Ex-Miss, Miss Beliebt und Miss Fotogen

Zuvor aber darf sich die noch amtierende Miss Amanda Ammann und verabschieden und dankt erst ihren Sponsoren, dann Freunden und der Familie. Das schönste Erlebnis ihrer Amtszeit sei der Auftritt bei der EM gewesen: «Dass die halbe Welt zugesehen hat, ist enorm gewesen.»

Miss Beliebt und Miss Fotogen: Das sind die zwei «Trostpreis-Kategorien» des Wettbewerbs. Sie werden vor der Abwahl vergeben: Am Symphatischsten fanden die Kandidatinnen Mit-Bewerberin Alessia Novak. Als Fotogenste krönten die Fotografen das Küken der Gruppe, Whitney Toyloy.

Diese sechs sind weiter

Alessia Novak, Dominique Knill, Whitney Toyloy, Rekkha Datta, Lisa Panigada und Emilie Lindblom sind im Kampf um die Krone eine Runde weiter. Sie werden nun analysiert: Ein von den Mädchen gemaltes Bild gewährt einem Psychologen angeblich Blick in die Seele der Verbliebenen.

Aus Sechs mach Drei

Einen Musik-Auftritt später wird schon wieder ausgesiebt: Nur drei der Damen werden der Jury zur Endauswahl stehen. Der notwendige Notar berichtet, dass viele Schweizer an der Wahl ihrer Miss teilgenommen haben. Die Kandidatinnen müssen paarweise nach vorne treten: Eine fliegt raus, eine bleibt. Dominique Knill tritt gegen Whitney Toyloy an, doch nur Letztere darf sich freuen. Lisa Panigada sticht Alessia Novak aus. Rekha Datta setzt sich gegen Emilie Lindblom durch. Im Finale stehen eine West-, eine Deutsch-Schweizerin und eine Tessinerin!

Die Möchtegern-Missen müssen nun Promis auf einem Foto erkennen, doch die Damen schlagen sich wacker. Rekha erkennt Unternehmer und Segler Ernesto Bertarelli, Lisa weiss, wer Rollstuhl-Sportlerin Edith Hunkeler ist, Whitney nennt Regisseur Marc Forster beim Namen. Und schnell ist das Televoting wieder vorbei: Es ist Zeit für...

... die Entscheidung

Rekha ist «sehr nervös», doch sie wäre «erfreut und stolz», den Titel einzuheimsen. Lisa ist natürlich auch nervös, wäre aber eine enthusiastische Miss. Whitney sagt, sie wäre eine multikulturelle Kronen-Trägerin. Doch welche der drei hat die Schweizer überzeugt? Den Bronzerang belegt Lisa Panigada aus dem Tessin. Jetzt gibt es nur noch Rekha Datta und Whitney Toyloy.

Ihre Wahl– und damit offizielle Miss Schweiz 2008 - ist…

Whitney Toyloy!

Ein Fazit

Während sich die Show anfangs durch die Vorstellungen der Kandidatinnen etwas hinzog, ging es am Ende umso schneller. Vielleicht hätten auch die Fernsehzuschauer gerne noch einige Bilder der neuen Miss und ihres Freundes gesehen, die beide weinen mussten.

Das Missen-Camp in Andalusien diente offenbar weniger dem Training, als vielmehr dazu, «sportliche» Aufnahmen der Schönen zu machen. Das kann man dem SF nicht ankreiden, doch rassige Flamenco-Clips der Schweizerinnen mit feurigen Überblendungen wirkten leicht übertrieben. Auch die Psycho-Analyse anhand gemalter Bilder hatte mehr etwas von Mike Shiva als von einer seriösen Vorstellung der Damen...

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