Lambda-Variante - WHO beobachtet neue Coronavirus-Mutante mit Argusaugen
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Ausbreitung in LateinamerikaWHO beobachtet Coronavirus-Mutante Lambda mit Argusaugen

In Lateinamerika breitete sich eine Variante des Coronavirus Sars-CoV aus: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Lambda, so ihr Name, nun unter Beobachtung gestellt.

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Wie alle Viren mutiert auch das Coronavirus Sars-CoV-2 ständig. 

Wie alle Viren mutiert auch das Coronavirus Sars-CoV-2 ständig.

CDC/PD
Während die meisten Veränderungen des Erregers für die Menschen kein Problem darstellen, gibt es auch solche, die ansteckender sind oder vom menschlichen Immunsystem schlechter in Schach gehalten werden. 

Während die meisten Veränderungen des Erregers für die Menschen kein Problem darstellen, gibt es auch solche, die ansteckender sind oder vom menschlichen Immunsystem schlechter in Schach gehalten werden.

NIAID/CC BY 2.0
Auch die zuerst in Lateinamerika aufgetauchte Variante Lambda steht in dem Verdacht, sich so zu verhalten. Darum hat die Weltgesundheitsorganisation WHO sie unter Beobachtung gestellt. Sie gilt damit als «variant of interest». 

Auch die zuerst in Lateinamerika aufgetauchte Variante Lambda steht in dem Verdacht, sich so zu verhalten. Darum hat die Weltgesundheitsorganisation WHO sie unter Beobachtung gestellt. Sie gilt damit als «variant of interest».

REUTERS

Darum gehts

  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellt eine weitere Coronavirus-Variante unter Beobachtung.

  • Im August 2020 wurde die Lambda genannte Mutante zum ersten Mal in Peru gemeldet.

  • Erhöhtes Vorkommen wurde insbesondere in Südamerika in Ländern wie Chile, Peru, Ecuador und Argentinien festgestellt.

Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor.

Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel. Auch in Peru und Ecuador kommt sie mittlerweile gehäuft vor.

Mutanten gefährden Lockerungen

Corona-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung («variants of interest»), die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten. Dazu gehört Lambda. Eine Stufe höher stehen die besorgniserregenden Varianten («variants of concern»). Sie sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar oder führen zu schwereren Erkrankungen. Darunter fallen die Alpha-, Beta- und Gamma-Mutante, genauso wie die Delta-Variante, wegen der die geplante Corona-Öffnung in Grossbritannien verschoben wird.

Laut WHO ist zu erwarten, dass das Virus sich weiterentwickeln wird, solange der Virus zirkuliert. Die Reduzierung der Übertragung durch etablierte Methoden zur Seuchenbekämpfung sind entscheidende Maßnahmen zur Reduzierung des Auftretens von Mutationen.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(fee, DPA)

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