Ursachensuche: WHO prüft Zusammenhang zwischen Covid-19 und mysteriöser Hepatitis bei Kindern
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UrsachensucheWHO prüft Zusammenhang zwischen Covid-19 und mysteriöser Hepatitis bei Kindern

Auch anderthalb Monate nach der ersten Meldung von ungeklärten Hepatitis-Fällen bei Kindern liegt der Auslöser noch im Dunklen. Mittlerweile sind über 300 Fälle bekannt. Die WHO untersucht nun, ob das Coronavirus eine Rolle spielt.

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Nach mittlerweile 348 wahrscheinlichen Fällen der mysteriösen Hepatitis-Erkrankung bei Kindern in 20 Ländern untersucht die Weltgesundheitsorganisation (WHO), ob das Coronavirus damit in Zusammenhang steht. 

Nach mittlerweile 348 wahrscheinlichen Fällen der mysteriösen Hepatitis-Erkrankung bei Kindern in 20 Ländern untersucht die Weltgesundheitsorganisation (WHO), ob das Coronavirus damit in Zusammenhang steht. 

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Die erste Meldung einer Hepatitis-Erkrankung stammt von Anfang April 2022. 

Die erste Meldung einer Hepatitis-Erkrankung stammt von Anfang April 2022. 

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Die Hepatitis-Fälle, die bisher ausnahmslos bei Kindern auftreten, stellen Forschung und Wissenschaft vor ein Rätsel.

Die Hepatitis-Fälle, die bisher ausnahmslos bei Kindern auftreten, stellen Forschung und Wissenschaft vor ein Rätsel.

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Darum gehts

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht einen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und den mysteriösen Hepatitis-Erkrankungen bei Kindern. Inzwischen seien bereits 348 wahrscheinliche Fälle der Erkrankung mit unbekannter Herkunft in 20 Ländern gemeldet worden, erklärte die WHO am Dienstag. Allein in Grossbritannien wurden mehr als 160 davon gemeldet. Dazu kommen 70 Fälle aus 13 Ländern, die noch nicht abschliessend klassifiziert sind. Die führende Hypothese für die Ursache bleiben demnach Adenoviren.

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die bei gesunden Kindern nur selten auftritt. Zuletzt nahm die Zahl mysteriöser Hepatitis-Erkrankungen bei Kindern weltweit zu. Die WHO war Anfang April erstmals über ungeklärte Hepatitis-Fälle in Schottland informiert worden. Die USA untersuchen laut eigenen Angaben mittlerweile mehr als hundert Fälle, in fünf davon sind die Kinder gestorben. In einigen Fällen wurden Lebertransplantationen nötig.

Adeno- und Coronavirus

In der vergangenen Woche habe es «einige wichtige Fortschritte» bei der Untersuchung der Fälle und möglicher Ursachen gegeben, sagte Philippa Easterbrook vom globalen Hepatitis-Programm der WHO. «Gegenwärtig bleiben die führenden Hypothesen diejenigen, die Adenoviren mit einbeziehen – wobei auch die Rolle von Covid, entweder als Co-Infektion oder als frühere Infektion, noch eine wichtige Rolle spielt.»

Weitere Tests in der vergangenen Woche bestätigten, dass etwa 70 Prozent der Hepatitis-Fälle positiv auf Adenoviren getestet wurden, wobei der Subtyp 41 – der normalerweise mit Magen-Darm-Entzündungen in Verbindung gebracht wird – der vorherrschende Subtyp ist. Die Tests haben auch gezeigt, dass etwa 18 Prozent der Fälle positiv auf Covid-19 getestet wurden. Mithilfe neuer Daten aus Grossbritannien wollen die Forscher nun klären, «ob Adeno nur eine zufällig entdeckte Infektion ist oder ob es einen kausalen» Zusammenhang gibt, sagte Easterbrook weiter.

Covid-Impfungen spielen keine Rolle

Bisherige Untersuchungen zeigten keine der typischen Merkmale, die bei einer Leberentzündung durch Adenoviren erwartet würden. Adenoviren sind weit verbreitete Viren, die normalerweise nur leichte Erkrankungen auslösen. Es gibt mehr als 50 Typen dieser Viren, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die meisten dieser Erreger verursachen Erkältungen, manche lösen aber andere Beschwerden aus.

Hepatitis als Nebenwirkung von Covid-Impfungen schliesst die WHO hingegen aus, denn die grosse Mehrheit der jungen Hepatitis-Patienten sei nicht geimpft. 

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