Aktualisiert 21.04.2020 13:32

Corona-Abstinenz

WHO rät, die Finger vom Alkohol zu lassen

Angesichts der Corona-Krise ist die Stimmung gedrückt. Deshalb tiefer ins Glas zu schauen, ist laut der WHO aber keine gute Idee. Im Gegenteil.

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Wenn das Sozialleben aufgrund des Coronavirus schon weitestgehend eingeschränkt ist, dann möchte man wenigstens virtuell mit seinen Freunden anstossen. Doch genau davor warnt die Weltgesundheitsorganisation nun.

Wenn das Sozialleben aufgrund des Coronavirus schon weitestgehend eingeschränkt ist, dann möchte man wenigstens virtuell mit seinen Freunden anstossen. Doch genau davor warnt die Weltgesundheitsorganisation nun.

Keystone/Anthony Anex
Konkret rät sie, den den Alkoholkonsum vorübergehend auf ein Minimum zu beschränken – der Gesundheit zuliebe, der eigenen sowie der von anderen. Der Alkohol ebne dem neuen Coronavirus nämlich den Weg, weil er das Immunsystem schwäche.

Konkret rät sie, den den Alkoholkonsum vorübergehend auf ein Minimum zu beschränken – der Gesundheit zuliebe, der eigenen sowie der von anderen. Der Alkohol ebne dem neuen Coronavirus nämlich den Weg, weil er das Immunsystem schwäche.

iStock/Yakobchukolena
Weiter erhöhe Alkohol das Risiko von Verletzungen und Gewalt, einschliesslich Gewalt in der Partnerschaft und könne Alkoholvergiftungen verursachen, heisst es in dem Statement der WHO. Tatsächlich sollte man sich vor dem Anstossen ...

Weiter erhöhe Alkohol das Risiko von Verletzungen und Gewalt, einschliesslich Gewalt in der Partnerschaft und könne Alkoholvergiftungen verursachen, heisst es in dem Statement der WHO. Tatsächlich sollte man sich vor dem Anstossen ...

Flickr.com/Brad K./CC BY 2.0

Während der Corona-Pandemie ist das soziale Leben deutlich reduziert: Freunde treffen, miteinander anstossen – das ist oft nur noch virtuell machbar. Doch nun rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO), auch den Alkoholkonsum vorübergehend auf ein Minimum zu beschränken.

Dies allerdings nicht, um Social Gatherings zu verhindern, so wie dies kürzlich Bangkok erklärt hat, sondern der Gesundheit zuliebe – der eigenen sowie der von anderen.

In vielerlei Hinsicht ungünstig

Anders als in einer schon seit einigen Wochen herumgeisternden Verschwörungstheorie behauptet, helfe Alkohol nicht, Sars-CoV-2 zu bekämpfen, heisst es in dem WHO-Statement. Vielmehr ebne er dem Virus den Weg, indem er das zurzeit so wichtige Immunsystem schwäche.

Doch das ist noch nicht alles: Weiter sei allgemein bekannt, «dass Alkohol das Risiko von Verletzungen und Gewalt, einschliesslich Gewalt in der Partnerschaft, erhöht und Alkoholvergiftungen verursachen kann.» Entsprechend solle der Alkoholkonsum auch deshalb auf ein Minimum eingeschränkt werden, um die medizinischen Ressourcen zu schonen. Tatsächlich ist Alkoholmissbrauch einer der häufigsten Gründe, warum Menschen in der Schweiz in eine Klinik eingeliefert werden.

Was bereits geringe Mengen Alkohol im Körper bewirken, zeigt die obige Bildstrecke.

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