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Wicki: «Jetzt spricht man endlich von dieser Fusion»

Vertrauliche Dokumente zur Gemeindefusion von Luzern und Littau sorgen für Wirbel. Die Behörden nehmen das Informationsleck aber gelassen.

«Jemand wollte für Polemik sorgen und die Fusionsidee bekämpfen», ist sich Littaus Gemeindepräsident Josef Wicki sicher. Am Wochenende war ein als vertraulich eingestuftes Papier der Presse zugespielt worden, worin von Fusionskosten in der Höhe von 153 Millionen Franken gesprochen wird.

Dies ist gemäss Wicki aber nur eine von drei Varianten. Das Informationsleck ist für ihn deshalb kein Problem: «Wir hätten diese Variante sowieso der vorberatenden Kommission vorgelegt.» Und er ergänzt: «Sie ist aber zu teuer und kommt sicher nicht in Frage.»

Luzerns Finanzdirektor Franz Müller findet es unschön, dass die Zahlen auf diese Weise an die Öffentlichkeit gekommen sind. «Aber wenigstens spricht man jetzt einmal von dieser Fusion», freut er sich dennoch. Für Müller ist deshalb klar, dass es keine parlamentarische Untersuchung geben wird.

Auch bei der Luzerner Staatsanwaltschaft sieht man keinen Handlungsbedarf. Staatsanwalt Daniel Burri: «Wir haben keine Hinweise erhalten, dass hier das Amtsgeheimnis verletzt worden wäre.»

Markus Fehlmann

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