Wicky: Der Prophet, der im eigenen Land viel wert ist
Aktualisiert

Wicky: Der Prophet, der im eigenen Land viel wert ist

Beim HSV ausgemustert, in der Schweiz heftig umworben: Raphaël Wicky (30) ist der «uomo mercato» dieses Sommers.

Wicky kehrte am Montag aus seinen Ferien in Andalusien zurück. Da der Walliser beim Relaxen in Spanien nichts mit Fussball am Hut haben wollte, liess er das Handy ausgeschaltet. Nicht verwunderlich, dass seine Combox nach der Rückkehr voll mit Messages war. Seit der Hamburger SV dem Nati-Routinier mitteilte, er sei in der Hansestadt nur noch zweite Wahl, wird Wicky von der halben Super League gejagt. Er ist damit das Objekt der Begierde auf dem Schweizer Transfermarkt – der «uomo mercato», wie man in Italien zu sagen pflegt.

Wicky, der YB eine Absage erteilte, weiss konkret vom Interesse von Xamax, Sion und neu dem FCZ. Doch er will sich beim Vertragspoker nicht ins Blatt schauen lassen: «Ich habe vor, am 4. Juli beim HSV zum Trainingsstart zu erscheinen. Schliesslich läuft mein Vertrag noch ein Jahr.» Allerdings fügt Wicky: «Wenn sie mich wie einen Junioren behandeln, reagiere ich. Also schliesse ich einen Wechsel in die Schweiz sicher nicht aus.»

Nach Cabanas, Streller, Huggel und Wicky zieht es mit David Degen den fünften Internationalen in die Schweiz zurück. Obwohl sich Degen für den Trainingsauftakt vom Sonntag wegen eines Termins vom Anwalt per Fax entschuldigen liess, wollen ihm die Gladbach-Bosse eine Busse aufbrummen und ihn in die Reserven verbannen. Degen reagiert sauer: «Jetzt muss ich hier den Vertrag auflösen, und dann gehe ich.» FCB-Trainer Christian Gross wüsste wohin: «Das Beste für David wäre, er käme zu uns zurück.»

Andy Huber

Deine Meinung