Aktualisiert 11.10.2005 20:10

Widerlich: Fäkalbakterien an Glacezangen und Speiseeis

Ekelhaft: Viele Glacen sind alles andere als einwandfrei. Das Basler Kantonslabor stiess bei Proben auf Verderbniserreger und Fäkalindikatoren.

Der jüngste Bericht des Basler Kantonslabors zeigt ekelerregende Zustände auf: Bei der Untersuchung von Speiseeis und Wasser zur Reinigung von Portionierlöffeln und Glacezangen mussten acht von 43 Proben oder über 18 Prozent beanstandet werden.

Entdeckt wurden etwa Toleranzwertüberschreitungen bei aeroben mesophilen Keimen (Verderbniserregern), bei Enterobacteriaceae (Hygieneindikatoren) und bei Enterokoken (Fäkalindikatoren).

Laut Kantonslabor besteht zwar keine akute Gesundheitsgefährdung, jedoch zeigten diese Resultate ungenügendes Hygieneverhalten auf. Einige Anbieter glaubten anscheinend, dass Speiseeis allein aufgrund des gefrorenen Zustandes mikrobiologisch unproblematisch sei.

Das sei ein Trugschluss, heisst es in dem Bericht: «Sowohl bei Produzenten als auch bei Anbietern muss hier

ein Umdenken stattfinden.» Denn die beanstandeten Produkte seien im Wert vermindert und täuschten den Konsumenten bezüglich Frische und einwandfreier Qualität.

(cde)

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