Widerstand gegen Stadion Letzigrund

Aktualisiert

Widerstand gegen Stadion Letzigrund

Beim Mitwirkungsverfahren zum Letzigrund- Neubau sind zwei Einwendungen eingegangen. Sie richten sich gegen den Lärm und den Verkehr bei Grossveranstaltungen.

Die Stadt Zürich ist überzeugt, entsprechende Lösungen zu finden. Es werde befürchtet, dass im neuen Letzigrund mehr Grossveranstaltungen stattfinden würden als heute, sagte Urs Spinner, Sprecher des Zürcher Hochbaudepartements, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Zudem würde der sehr offen gestaltete Neubau den Lärm noch stärker ins Quartier tragen.

Zu wenig Parkplätze - zu viel Verkehr

Eine zweite Einwendung richtet sich laut Spinner gegen die im Gestaltungsplan vorgesehenen 250 Parkplätze für Grossanlässe. Diese Zahl sei zu knapp bemessen und würde zu einer Verkehrsüberlastung im Quartier führen, so die Befürchtung. Das Mitwirkungsverfahren ging am 29. November zu Ende.

Wer hinter den Einwendungen steht, darf Spinner nicht sagen. An einer öffentlichen Informationsveranstaltung Anfang November hatten sich jedoch mehre Anwohner explizit über den Lärm rund um die Grossveranstaltungen beklagt.

Die Stadt Zürich wird nun mit den entsprechenden Personen in Kontakt treten. So werde eine Begrenzung der Zahl der Grossveranstaltungen pro Jahr zugesichert, sagte Spinner. Was die Lärmemmissionen anbelangt, werden bauliche Massnahmen entwickelt.

Begründung nötig

Nicht berücksichtigen könne man indes Einwendungen zur Architektur des Stadions. «Am sehr offen konzipierten Stadionbau wird sich grundsätzlich kaum etwas ändern», sagte Spinner. Die Stadt Zürich sei aber optmistisch, dass für Grossveranstaltungen entsprechende Lösungen gefunden würden.

Die nicht berücksichtigten Einwendungen müssen von der Stadt begründet und dem Zürcher Gemeinderat vorgelegt werden. Dieser entscheidet im März über das Projekt und den Gestaltungsplan. Gegen diesen Beschluss kann rekurriert werden.

Die Stadt Zürich kann sich Einsprachen nicht leisten. Der Zeitplan für das 110 Millionen Franken teure Stadion ist sehr knapp bemessen. Der Bau muss bis im September 2007 fertig sein, damit im Juni 2008 die Fussball-EM in Zürich stattfinden kann. Ein einziger substanzieller Rekurs würde dieses Vorhaben zu Fall bringen.

(sda)

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