Europäer, China, Russland: Widerstand gegen Trumps Iran-Politik wächst
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Europäer, China, RusslandWiderstand gegen Trumps Iran-Politik wächst

Trotz drohender US-Sanktionen wollen fünf Staaten die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran aufrechterhalten.

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chi
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US-Präsident Donald Trump will auch gegenüber China Stärke zeigen.

US-Präsident Donald Trump will auch gegenüber China Stärke zeigen.

AP/Carolyn Kaster
Die Zölle betreffen Tech-Produkte wie Kopierer, Drucker oder Batterien. Trump begründet sie unter anderem mit Technologiediebstahl.

Die Zölle betreffen Tech-Produkte wie Kopierer, Drucker oder Batterien. Trump begründet sie unter anderem mit Technologiediebstahl.

AP/jim Urquhart
Kurz nach  Inkrafttreten der Abgaben teilte die chinesische Regierung mit, man werde mit dem «notwendigen Gegenangriff» reagieren. Was das genau bedeutet, ist noch unklar.

Kurz nach Inkrafttreten der Abgaben teilte die chinesische Regierung mit, man werde mit dem «notwendigen Gegenangriff» reagieren. Was das genau bedeutet, ist noch unklar.

Keystone/Chinatopix via AP

Die verbliebenen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit dem Iran unterstützen trotz drohender US-Sanktionen das Recht Teherans zum Export von Öl und Gas. Beim Aussenministertreffen in Wien erklärten die fünf Staaten China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Russland am Freitag, sie blieben ihren wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran verpflichtet. Dies schliesse die «Fortsetzung von Irans Öl- und Gasexport» ein.

Die Zusage ist Teil einer in Wien aufgestellten Liste zur Rettung des Atomabkommens. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini leitete die Zusammenkunft mit dem iranischen Aussenminister Mohammad Javad Zarif. Es war das erste Treffen dieser Art, seit US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran vor zwei Monaten einseitig aufgekündigt hatte.

Auch Teheran droht mit Ausstieg

Trump hatte zugleich bekannt gegeben, dass die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt würden. Teheran drohte daraufhin seinerseits mit einem Ausstieg aus dem Abkommen, sollten die anderen Vertragsstaaten nicht für Teheran einstehen. Der Iran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben, und betont, dass seine Atomanlagen ausschliesslich zivilen Zwecken dienten.

Das Wiener Atomabkommen von 2015 verpflichtete Teheran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen die Strafmassnahmen gegen das Land schrittweise aufgehoben werden. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran. (chi/afp)

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