Aktualisiert 18.12.2008 09:39

WiederwahlWidmer-Schlumpf hält sich alle Optionen offen

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf macht sich nach eigenen Angaben noch keine Gedanken darüber, ob sie 2011 zur Wiederwahl antritt. Sie sei nicht fixiert auf ihr politisches Leben. Auch gab sie bekannt, dass sie weiterhin massiv bedroht werde.

«Alle Optionen sind für mich offen», sagte die BDP-Bundesrätin in einem Interview der Zeitungen «Südostschweiz» und «Mittelland-Zeitung». Sie sei nicht fixiert auf ein politisches Leben. Von Politik über Freiwilligenarbeit bis zur Arbeit als Anwältin oder eine Tätigkeit im Bankenbereich sei für sie vieles denkbar, sagte die Justizministerin. Die Ungewissheit empfinde sie nicht als Belastung. Widmer-Schlumpf gab weiter bekannt, dass sie auch in der zweiten Jahreshälfte noch massiv bedroht worden sei. Die Angriffe hätten sie inzwischen innerlich abgehärtet. Inzwischen überrasche sie fast nichts mehr, was von der SVP komme, sagte die von der ehemaligen Partei ausgeschlossene Politikerin. Und trotzdem hat die Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements je nach Sachgeschäft auch mit SVP-Räten eng zusammengearbeitet.

Ihre Arbeitsweise beschreibt sie denn auch als projektorientiert, ihr Kontaktnetz - aufgrund fehlender Fraktion im Hintergrund - als sachbezogen. Doch dem Vorteil einer Fraktion ist sich die Justizministerin bewusst: «Der Vorteil einer Fraktion ist, dass man sich nicht selber ein Kontaktnetz aufzubauen braucht.» Sehr hilfreich sei aber auch Kollege Samuel Schmid gewesen. «Er war mir das ganze Jahr über ein wichtiger Gesprächspartner.»

Angesprochen auf die künftige Zusammenarbeit mit dem frisch gewählten Bundesrat Ueli Maurer fiel ihre Antwort kurz und knapp aus: «Man muss nicht befreundet sein, um zusammenarbeiten zu können. Ich traue uns beiden zu, dass wir auf einer sachlichen Ebene gut miteinander funktionieren.»

(dapd)

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