Aktualisiert 30.12.2008 22:25

UmfrageWidmer-Schlumpf ist Klassenbeste

Eveline Widmer-Schlumpf wurde in einer Umfrage zur Musterschülerin im Bundesrat erkoren. Bundespräsident Pascal Couchepin erhielt als Letzter eine ungenügende Note.

Anderthalbtausend Menschen feierten am 13. Dezember 2007 auf dem Bundesplatz ihre neue Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Dass sie seither nichts von ihrer Beliebtheit eingebüsst hat, zeigt die jüngste Umfrage der «Coop-Zeitung»: Die Be­fragten stellten ihr darin das beste Zeugnis aller Bundesräte aus. Mit der Note 4,59 verweist die Justizministerin Hans-Rudolf Merz und den bisherigen «Liebling der Nation», Doris Leuthard, auf die Plätze zwei und drei.

Das Resultat ist dabei nur die neuste Ehrung für die BDP-Politikerin. Schon das ganze Jahr über wurde Widmer-Schlumpf von Politikern und Medien mit Beifall überhäuft. So hat sie die «SonntagsZeitung» kürzlich zur Aufsteigerin des Jahres gekürt. Und im gestrigen «Tages-Anzeiger» priesen Chefbeamte die Justizministerin für ihre Dossier- und Sachkenntnis. Selbst von SVP-Vertretern wurde sie über den grünen Klee gelobt: Nationalrat Alexander Baumann erhob sie im Oktober kurzerhand zur «Superministerin». Nun steht der 52-Jährigen das Jahr der Bewährung bevor.

Im Durchschnitt erhielten die Bundesräte in der Umfrage die dürftige Note 4,2. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey lag noch knapp darüber. Der fünftplatzierte Moritz Leuenberger schaffte gerade noch eine genügende Note. Dagegen müssten der zurückgetretene Samuel Schmid (Note 3,83) und Bundespräsident Pascal Couchepin mit einem Schnitt von 3,72 die Klasse wiederholen.

(hal)

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