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Wie aus einer Bootsfahrt ein Horror-Trip wurde

Eine kurze, vierstündige Bootsfahrt ist für ein 52-jähriges Paar aus dem pazifischen Inselstaat Kiribati zu einem wochenlangen Horror-Trip geworden. Nach 35 Tagen auf hoher See wurden sie von der Besatzung eines südkoreanischen Fischerboots gefunden.

Vor zweieinhalb Monaten stachen Taate Toakai und Botara Betaia von Kiribatis Hauptstadt Tarawa aus zu der vierstündigen Überfahrt auf die Nachbarinsel Maiana in See.

Der Motor fiel aus, und das Mobiltelefon war nicht aufgeladen, erzählten die beiden am Freiag nach ihrer Rettung in Majuro auf den Marshall-Inseln. Das Boot trieb ab, bald war kein Land mehr in Sicht.

«Die ersten drei Tage hatten wir weder Wasser noch Essen», berichtete Toakai. «Wir beteten die ganze Zeit. Am vierten Tag fing es an zu regnen.» Sie fingen die Tropfen mit einem Regenmantel auf und ernähren sich von rohem Fisch.

Nach ihrer Rettung wurden sie vom südkoreanischen Fangschiff auf der mikronesischen Insel Chuuk abgesetzt. Dort sassen sie noch einmal sechs Wochen fest, weil sie kein Geld für die Heimreise hatten.

Schliesslich habe sich die Fluggesellschaft Continental Airlines bereit erklärt, ihnen die Rückreise von Chuuk über Majuro nach Kiribati zu spendieren. (sda)

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