«Goat Simulator»: Wie aus Spass ein Ziegenbock-Game wurde
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«Goat Simulator»Wie aus Spass ein Ziegenbock-Game wurde

In die Haut eines Paarhufers schlüpfen: Eigentlich als Scherz gedacht, wird das Game «Goat Simulator» nach positiven Rückmeldungen der Internetgemeinde nun veröffentlicht.

von
sts

Im Spiel «Goat Simulator» gilt es, mit den Hörnern Hindernisse aus dem Weg zu räumen und alles abzulecken, was einem begegnet.

Alles begann als Scherz: Game-Designer Armin Ibrisagic des schwedischen Computerspiele-Entwicklers Coffee Stain Studios wollte eigentlich bloss ein paar Funktionen des Unreal Development Kit (UDK) ausprobieren. Spontan entschied er sich dazu, für den Test einen Ziegenbock als Spielfigur zu verwenden. Das Tier ist ein begnadeter Kletterer und stösst gerne mit seinen Hörnern zu. Ausserdem wird praktisch jeder Gegenstand abgeleckt, der dem Paarhufer begegnet. Auf dem Kanal seines Unternehmens veröffentlichte der Schwede zwei Pseudo-Alpha-Videos. Dabei stellte er klar: «Wir spielen nur ein bisschen herum, das wird nicht unser nächstes Projekt – also ruhig Blut, liebe Journalisten.»

Die Rückmeldungen der Internetgemeinde zum Kurzfilm fielen jedoch äusserst positiv aus. «Es sieht urkomisch aus, wie die Ziege die Leiter hochklettert», kommentierte ein Youtube-User beispielsweise. «Das ist mein Spiel», meinte ein anderer Nutzer. Zwei andere Zuschauer des Clips gingen gar so weit, den Ziegenbock-Simulator als «bestes Game 2014» zu bezeichnen.

Bugs in der veröffentlichten Version

Aufgrund der grossen Zustimmung der Internetgemeinde wollen Coffee Stains Studios den «Goat Simulator» im Frühling 2014 auf Steam veröffentlichen. Das genaue Release-Datum ist noch nicht bekannt. Die scherzhaft Alpha genannte Version ist für 10 Dollar (rund 9 Franken) vorbestellbar. Derzeit ist das Game nur für PC erhältlich, Versionen für Mac und Linux seien aber noch nicht ausgeschlossen. Nicht angedacht ist gemäss der Info-Website eine Multiplayer-Ausgabe.

Der Simulator strotzt vor Bugs. Die Entwickler warnen: «Das Spiel ist innerhalb weniger Wochen entstanden. Erwartet kein GTA-ähnliches Game mit Ziegen.» Die Einnahmen sollen in die Betaversion investiert werden. Die Hersteller versprechen mit ihrem neuen Game eine knappe Stunde Spielvergnügen. Mit Unterstützung des Steam-Workshops sollen Community-Maps entstehen, die eine Verlängerung der Spielzeit möglich machen können.

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