Aktualisiert 20.10.2011 17:09

Besser als früherWie Bayern für 12,50 Euro gewinnt

Uli Hoeness rechnet einmal mehr mit dem ehemaligen Trainer Jürgen Klinsmann ab. Im Vergleich zum jetzigen Coach Jupp Heynckes waren die wenigen Erfolge viel zu teuer.

von
heg

Vom 1. Juli 2008 bis 27. April 2009 war Jürgen Klinsmann Trainer von Bayern München. Angestellt hat ihn der damalige Manager und heutige Präsident Uli Hoeness. Könnte dieser das Rad zurückdrehen, er hätte vor drei Jahren einen anderen Coach verpflichtet.

In einem Interview mit dem «Donaukurier» lässt Hoeness gewaltig Dampf ab, was Klinsmann betrifft. Aber auch ein anderer Trainer kriegt etwas Fett ab. «Mit Magath haben wir zwei Mal das Double geholt. Das war kein Missgriff. Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top. Deswegen war er auch kein Fehler. Klinsmann schon. Und das kreiden wir uns alle an», sagt der Bayern-Präsident.

«Siege für 12,50 Euro statt zigtausend Euro»

Hoeness ist auch die Spielvorbereitung, die Klinsmann jeweils machte, ein Dorn im Auge. «Unter ihm gab es Mannschaftssitzungen mit einer Powerpoint-Präsentation. Da haben wir für zigtausend Euro Computer gekauft. Da hat er den Profis in epischer Breite gezeigt, wie wir spielen wollen. Wohlgemerkt wollen», lästert Hoeness.

Dem 59-jährigen Bayern-Präsidenten gefallen die jetzigen Mannschaftssitzungen schon besser. Und sie sind erst noch viel billiger. «Heynckes hat einen Flipchart und fünf Eddingstifte. Da kostet einer 2,50 Euro. Und da malt er auf die Tafel die Aufstellung des Gegners und sagt ein paar Takte dazu. Mit Heynckes gewinnen wir Spiele für 12,50 Euro und bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt.» Man darf gespannt sein, ob der kritisierte Klinsmann Hoeness' Aussagen einfach so hinnimmt oder einen Giftpfeil zurückschiesst.

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