Aktualisiert 25.05.2010 09:06

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Wie Bohlen Druck auf Gottschalk macht

Mit allen Tricks versucht Dieter Bohlen, «Wetten, dass ...?»-Moderator Thomas Gottschalk zu einem Auftritt bei «Deutschland sucht den Superstar» zu bewegen - und setzt nun auch auf öffentlichen Druck.

von
phi

Zehn Mal ist Dieter Bohlen bereits bei «Wetten, dass ...?» aufgetreten, rechnete der Musikproduzent in der Sendung am Pfingstsonntag vor, die zu einem ermüdenden Mallorca-Marathon mutierte. Und zuletzt versuchte der Kopf von «Deutschland sucht den Superstar» immer wieder, seinen Kollegen zum Gegenbesuch zu bewegen, doch Gottschalk lehnte dankend ab. Verständlich, denn die RTL-Castingshow läuft wie die grosse europäische Co-Produktion am Samstagabend.

Auf diesem prominenten Sendeplatz hat DSDS «Wetten, dass ...?» schon so manchen Zuschauer abgeworben – gerade beim jungen Publikum (20 Minuten Online berichtete). Als Bohlen Ende März auf SF, ORF und ZDF bei Gottschalk auf dem Promi-Sofa sass, kritisierte er gleichzeitig bei RTL den deutschen Musiknachwuchs – und hatte insgesamt «bloss» 3,5 Millionen Zuschauer weniger. Die erneute Charme-Offensive Bohlens bei seinem Widersacher könnte nun den ersehnten Erfolg bringen.

Der 54-jährige Produzent sagte dem 60-jährigen Blondschopf, er wünsche sich, dass er nach zehn Besuchen nun auch einmal beehrt werde. Als der Eingeladene zögert, wendet sich Bohlen ans Publikum, dass klatscht, bis Gottschalk einwilligt. «Da hat Bohlen Thomas ein bisschen reingelegt», befand der ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner in der «Bild». Der DSDS-Chef erklärt in demselben Blatt: «Der Trick ist, den Druck des Publikums auszunutzen. Die Leute sind ja immer für das, was den anderen vielleicht ein bisschen kratzt.» Damit verstärkt er diesen öffentlichen Druck gerade weiter.

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