Venezuela absurd: Wie Chávez sich ins rechte Licht rücken will
Aktualisiert

Venezuela absurdWie Chávez sich ins rechte Licht rücken will

Du sollst dir kein Bildnis deines Chefs machen: So oder ähnlich muss es den Venezolanern gehen, wenn sie das neueste Dekret ihres Staatschefs Hugo Chávez lesen.

Die Verwendung des Bildes oder auch schon nur des Namens von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ohne dessen Erlaubnis ist künftig verboten. Ein entsprechendes Dekret wurde am Montag im Amtsblatt des südamerikanischen Landes veröffentlicht.

Demnach dürfen politische und soziale Gruppierungen das Konterfei des Präsidenten nur nach dessen vorheriger Genehmigung verwenden. Auch die Nutzung zu Reklamezwecken oder an öffentlichen Gebäuden bedarf demnach einer Erlaubnis.

Bislang wurde Chávez' Bildnis immer wieder bei öffentlichen Arbeiten, von mit seiner Regierung verbündeten Organisationen sowie an Büros der Regierungspartei eingesetzt. Aber auch Regierungsgegner verwendeten sein Porträt, beispielsweise auf T-Shirts, um gegen den Staatschef zu protestieren.

Das Verbot dürfte nach Ansicht der BBC nur schwer durchzusetzen sein. Vor allem die Dutzenden Pro-Chávez-Graffitigruppen, die teilweise von der Regierung gesponsert werden, dürften sich demnach kaum davon abhalten lassen, das Porträt des «Comandante» auf Mauern zu sprayen. (sda)

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