Aktualisiert 12.01.2012 15:03

Für WC-Telefonierer

Wie das iPhone wasserdicht werden soll

Auf der Toilette ereignen sich die unmöglichsten Unfälle: Dank Nanotechnologie können Smartphones in Zukunft vor teuren Wasserschäden bewahrt werden.

von
dsc

Das Handy ist ein treuer Begleiter. Glaubt man den Statistiken der Versicherer, folgt es vielen Leuten sogar aufs Klo: Jahr für Jahr plumpsen unzählige Geräte in die Schüssel.

Solche Missgeschicke müssen nicht mit einem Totalschaden enden, wie ein an der Elektronikmesse CES in Las Vegas vorgestelltes Produkt verspricht. Die US-Firma Liquipel hat ein auf Nanotechnologie basierendes Schutzverfahren entwickelt. Dabei wird eine superdünne Beschichtung auf das Handy «aufgedampft». Die Schicht ist laut Herstellerfirma tausend Mal dünner als ein menschliches Haar und beeinträchtigt weder das Aussehen noch die Funktionsfähigkeit des Geräts. Alle Anschlüsse (USB etc.), Lautsprecher und Mikrofon funktionieren weiterhin.

Nicht für Atlantiküberquerungen geeignet

Zum Beweis werden die von Liquipel behandelten Smartphones mit Flüssigkeiten bombardiert und müssen gar ein kurzes Wasserbad über sich ergehen lassen. Ohne böse Folgen. Auf der YouTube-Seite der Firma sind entsprechende Demonstrationen zu sehen.

Die Herstellerfirma betont in bester amerikanischer Manier, dass das Verfahren zwar zuverlässig vor Spritzern und Tauchern schütze. Das längere Schwimmen mit dem Gerät werde aber trotzdem nicht empfohlen.

Zehn Handy-Typen

WC-Telefonierer und andere Smartphone-Schutzwillige sollen ihr Gerät der Firma per Post schicken. Das Auftragen der Schutzbeschichtung erfolgt in einem speziellen Imprägnier-Verfahren, bei dem der Kunststoff in jede Pore dringt.

Laut Liquipel können bislang zehn verschiedene Handy-Typen wasserdicht versiegelt werden: Die Apple-Smartphones iPhone 3G, 4 und 4S, das Motorola Droid X und X2, die HTC-Modelle Evo 4G, Shift 4G, MyTouch 4G und Thunderbolt sowie das Samsung Charge. Die Behandlung kostet 59 Dollar. Einmal aufgetragen, soll der Schutz ein Geräte-Leben lang halten. Allerdings übernimmt die Firma keine Garantie.

Vielleicht werden in Zukunft die verschiedensten neuen Handys mit der innovativen Schutzbeschichtung ausgeliefert. Laut mashable.com versucht Liquipel an der CES mit den Herstellern ins Geschäft zu kommen.

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