Aktualisiert 30.11.2011 17:03

Verrückte Verkleidung

Wie der Eiffelturm zum Megabaum wird

Dem Wahrzeichen von Paris könnte ein Öko-Look verpasst werden. Vom blinkenden Stahlriesen soll der Eiffelturm zum grössten Baum der Welt verwandelt werden.

von
sb

Den Eiffelturm verkleiden – das gehört zu einer der liebsten Beschäftigungen der Pariser Verwaltung. Die «eiserne Dame» trug den Countdown zum Millennium, leuchtete als Europa-Flagge und blinkt zu besonderen Anlässen wild durch die Nacht der französischen Hauptstadt. Nun könnte das Wahrzeichen ganz in Grün gehüllt werden.

Dazu wollen Ingenieure ab kommenden Juni 600 000 Ranken auf die Stahlkonstruktion pflanzen. Dann wöge der Turm ganze 378 Tonnen mehr als bisher, wie die französische Tageszeitung Le Figaro auf ihrer Internetseite berichtet.

Mehr CO2 aufnehmen als ausstossen

Der grüne Eiffelturm soll Vorbild in Sachen Umwelt werden: Dank der Bepflanzung könnte er weniger CO2 ausstossen (84,2 Tonnen im Jahr) als er aufnehmen könnte (87,8 Tonnen). Doch ganz auf Öko wird nicht umgeschaltet: Die sieben Millionen Touristen, die jedes Jahr die «eiserne Dame» besuchen, sollen aufs Blinken nicht verzichten. Das Projekt sieht vor, dass die LED-Lichter anbleiben.

Der Öko-Look ist nicht geschenkt: 72 Millionen Euro kostet das Pflanzenkleid für den Turm. Zahlen sollen grosse französische Firmen. Vier Jahre würde es dauern, bis die kleinen Pflänzchen den Eiffelturm in einen grünen Mantel gehüllt hätten. 2016 soll er diesen wieder ablegen und zu seinem Stahlkostüm zurückfinden.

Ingenieure der Firma Ginger könnten das Projekt leiten, wie der Konzern gegenüber 20 Minuten Online bestätigte. Doch ob der Eiffelturm tatsächlich verkleidet wird, ist unklar: Das Pariser Rathaus und die Verwaltungsgesellschaft des Eiffelturm bestätigten zwar, dass es ein solches Projekt gibt. Es werde aber nicht weiter verfolgt, wie der Radiosender Europe1 am Mittwochmorgen berichtet.

Basteln Sie gern mit Photoshop? Schicken Sie uns Ihre beste Verkleidung für den Pariser Eiffelturm an community@20minuten.ch.

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