Reaktionen auf die Doku: «Wie die Gesellschaft mit Britney Spears umgegangen ist, ist krank»
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Reaktionen auf die Doku«Wie die Gesellschaft mit Britney Spears umgegangen ist, ist krank»

Die neue Dokumentation «Framing Britney Spears» nimmt das Leben des Popstars unter die Lupe. Fans sind sich nun einiger denn je: Britney wurde grosses Unrecht getan.

von
Angela Hess

In «Framing Britney Spears» kommen mehrere Personen zu Wort, die Britney Spears (39) nahestehen. Der Popstar selbst wurde für die Doku nicht interviewt. Hier ist der Trailer.

Twitter/Hulu/FX Documentaries

Darum gehts

  • «Framing Britney Spears» thematisiert den Aufstieg und Fall von Britney Spears (39), der 2008 in der Vormundschaft durch ihren Vater Jamie Spears (68) endete.

  • Bis heute darf der Popstar keine eigenen Entscheidungen treffen – insbesondere, wenn es um sein geschätztes Vermögen von knapp 60 Millionen Dollar geht.

  • Die neue Dokumentation löste auf Social Media eine Welle des Mitgefühls für Britney Spears aus.

Mit dem Satz «We Are Sorry, Britney» entschuldigen sich gerade Tausende Fans auf Social Media bei Britney Spears. Vor allem die Plattformen Twitter und Tiktok werden seit Tagen mit Beiträgen über die 39-jährige Sängerin geflutet. Grund dafür ist die von «The New York Times» produzierte Dokumentation «Framing Britney Spears», die vergangene Woche veröffentlicht wurde.

In der rund 70-minütigen Doku wird die Karriere von Britney Spears in ein neues Licht gerückt und ihre öffentlichen Tiefpunkte so deutlich wie nie in den Kontext dessen gesetzt, was sich hinter den Kulissen abspielte. Zahlreiche Fans finden deshalb nun: Die Welt ist Britney eine Entschuldigung schuldig.

Wir fassen zusammen, was das Internet zu «Framing Britney Spears» zu sagen hat:

Ihre Vormundschaft

Die Dokumentation setzt sich insbesondere mit der Vormundschaft Britneys durch ihren Vater Jamie Spears (68) auseinander. Mehr denn je steht aktuell die Frage im Raum, inwiefern diese noch angebracht ist: Britney wollte Ende 2020 vor Gericht erwirken, dass sie einen anderen Vormund bekommt, weil sie sich vor ihrem Vater fürchte. Der Antrag wurde abgelehnt.

Die Vormundschaft durch Jamie Spears ist mittlerweile seit 13 Jahren in Kraft. Nun, da sich Britney zum ersten Mal offiziell dagegen wehrte, finden Fans, es sei höchste Zeit, dass sich etwas ändert. «Ich will, dass Britney ihr Leben zurückbekommt. Ihre Söhne werden bald erwachsen sein. Und sie hat einen Vormund, seit die beiden kleine Kinder waren», schreibt eine Userin auf Twitter.

Ihre Beziehung mit Justin Timberlake

Ein Aspekt, der im Hinblick auf Britneys Entwicklung bislang wenig beleuchtet wurde, ist ihre Beziehung mit Justin Timberlake (40). Die beiden waren von 1998 bis 2002 ein Paar. In «Framing Britney Spears» wird gezeigt, wie unterschiedlich die Öffentlichkeit mit den beiden umging, als die Liebe in die Brüche ging: Justin galt als der zutiefst verwundete Ex-Freund, während Britney unterstellt wurde, dass sie ihn betrogen hat und für die Trennung verantwortlich war.

Zementiert wurden diese Gerüchte, als Justin kurz nach der Trennung im Lied «Cry Me a River» sang: «Es ist nicht so, dass du nur mit einem Typen Kontakt hattest.» Beweise für Britneys Untreue gibt es bis heute nicht. Dennoch: Der Skandal gab Justins Solo-Karriere einen Schub, während Britneys nachhaltig beschädigt wurde.

«Justin Timberlake hat seine Karriere durch das Slut-Shaming von Britney in Gang gebracht. Er hat aus der privaten Beziehung Profit geschlagen», so diese Userin.

Ihr Zusammenbruch

Seinen traurigen Tiefpunkt erreichte Britney Spears’ Karriere, als sie 2007 einen Zusammenbruch erlitt, sich den Kopf kahl rasierte und kurze Zeit später das Sorgerecht für ihre beiden Söhne Sean (15) und Jayden (14, heutiges Alter) verlor. Was damals in der Öffentlichkeit belächelt wurde, weckt in der neuen Doku grosses Mitgefühl: Alte Aufnahmen von Britney implizieren den grossen Druck, der wohl bereits früh auf sie ausgeübt wurde.

Dass Britney diesem Druck nicht mehr standhalten konnte, ist für Fans rückblickend nun verständlich. «Diese Doku bricht mein Herz. Britney war so gut. Die Welt hat sie zerrissen», heisst es in einem Tweet. «Heute als erwachsene Person zu verarbeiten, was mit Britney geschehen ist, erschüttert mich», schreibt ein anderer User.

Viele Leute finden, dass die Art, wie der Popstar damals wahrgenommen wurde, alles andere als angebracht war. «Wie die Gesellschaft mit Britney Spears umgegangen ist, ist krank», schreibt ein Fan auf Twitter. Britneys Management und Anwälte haben bislang noch kein Statement bezüglich der Doku und der solidarischen «We Are Sorry Britney»-Bewegung veröffentlicht. Auch ihr Vater hat keine Stellung bezogen.

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