Arosa: Wie die Zeit vergeht...
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ArosaWie die Zeit vergeht...

«Duck» hat sich nach 10 Jahren das erste Mal wieder auf den Weg nach Arosa gemacht um sich und uns zu beweisen, dass dieses Ski-Gebiet auch Jahre später nicht an Attraktivität verloren hat. Ganz im Gegenteil...

Hört man Arosa, denkt man an Gigi den Skilehrer, Gian den Olympiasieger, oder an das Humorfestival. Mir geistert manchmal noch die Assoziation zu «Shining» im Kopf herum. Das hat wohl mit der Vergleichbarkeit der Lokalität des Hotels im Film und der Lage von Arosa zu tun. Man fährt schier endlos ein Tal hinauf, und da wo man nicht mehr weiterkommt, da liegt es.

Ich bin seit etwa zehn Jahren nicht mehr in Arosa gewesen. Damals hatte ich eine wunderschöne Freundin hier oben. Somit war jede einzelne der 360 Kurven von Chur bis Arosa ein einzelnes Déjà-vu, eine Erinnerung an eine längst vergangene Zeit, ein Symbol für meine Vergänglichkeit, ein befahrbares 3-D Vanitasmotiv.

In Arosa angekommen habe ich direkt im Hotel Hohenfels eingecheckt. Das Hotel war super (wenn schon wohnen dann mit einem gewissen Stil) aber bestimmt keine typische Snowboarderunterkunft. Nach dem Verstauen meiner 37 Koffer bin ich mit meinen Snow-Tour Kumpels Essen und Trinken gegangen. Apéro im Halligalli, Schnitzel-Pommes im Restaurant Quellhof, noch zwei drei Drinks in der Vista-Bar. Ab 23:00 Uhr stand dann die Bar im Zeichen von Karaoke und Après-Ski.

Am nächsten Tag habe ich mit einem kräftigen Frühstück meinen obligaten Kater unterdrückt und mich Richtung Piste verschoben. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen nach Militärvokabular, aber es war tatsächlich ein Kampf. Eine gute Stunde später stand ich auf dem Gipfel des Weisshorns (2653 m ü.M.). Fabelhafte Aussicht, grandios, überwältigend! Die Schweiz ist einfach geil! Nach ein paar Pistenruns auf dem Hörnli und dem Plattenhorn, fand ich mich ziemlich schnell im Park wieder. Hier blieb ich für die nächsten zwei Stunden. Zehn Piperuns und 20 Kickersprünge später genehmigte ich mir dann eine Bratwurst in der Sit-Hütte. Die ist immer noch genauso gut wir früher und die Atmosphäre wie gewohnt gechillt.

Fazit

Arosa passt! Als Freeskier oder Snowboarder kommt man hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Wenn's mit dem PowPow nicht mehr richtig hinhaut, dann wartet immer noch ein gut geshapter Park und eine anständige Pipe darauf geshreddet zu werden.

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