Gestürzter Skispringer: «Wie ein verschossener Elfmeter»

Aktualisiert

Gestürzter Skispringer«Wie ein verschossener Elfmeter»

Der Norweger Tom Hilde stellte sich nur zwei Tage nach seinem schweren Sturz in Oberstdorf erstaunlich gut gelaunt den Medien. Der 24-Jährige erklärte seine Saison für beendet.

Tom Hildes Sturz in Oberstdorf (Video: YouTube)

So hatte sich Tom Hilde die Vierschanzentournee nicht vorgestellt: Bei einem Sturz im Finaldurchgang beim Auftakt in Oberstdorf hatte sich der Norweger einen Wirbelbruch, Prellungen und Schürfungen im Gesicht zugezogen. Eine Operation blieb ihm erspart, seine Saison ist aber vorbei. «Ein Wirbelbruch hört sich oft schlimmer an, als er ist», erklärte er vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Der Tournee-Dritte des Vorjahres nahm die Schuld für den Sturz bei schwierigen Neuschneebedingungen auf seine Kappe. «Das war mein Fehler. Es ist blöd gelaufen. Ich habe ein mieses Gefühl. Ich fühle mich wie ein Fussballer, der einen Elfmeter verschiesst und sich dabei auch noch am Rücken verletzt», scherzte er. Im Nachhinein betrachtet, sei er ein zu hohes Risiko eingegangen. «Ich wollte noch ein paar Extrameter herausschinden und setzte zu spät zur Landung an».

Hilde kehrt am Montag für weitere Untersuchungen nach Norwegen zurück, auch sein Knie ist in Mitleidenschaft gezogen worden. In der nächsten Saison will er in den Weltcup zurückkehren, negative Auswirkungen befürchtet er nicht: «Ich werde mich sicher immer daran erinnern, aber deswegen nicht schlechter springen. Mental wird das keinen Einfluss haben.» (sda)

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