Aktualisiert 13.02.2009 09:54

Entführungsopfer«Wie ein zweiter Geburtstag»

Die damals 13-jährige Stephanie Rudolf aus Dresden wurde 36 Tage lang von ihrem Entführer gefangen gehalten und missbraucht. Am Samstag tritt die heute 16-Jährige zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.

Am 15. Februar 2006 endeten für das junge Mädchen die Zeiten der schrecklichen Ängste und der Höllenqualen. Ganze 36 Tage lang lebte die damals 13-jährige Stephanie Rudolph aus Dresden in der Gefangenschaft ihres Entführers Mario M. Er lauerte ihr damals auf dem Schulweg auf, sperrte sie in einer dunklen Sperrholzkiste ein und vergewaltigte sie mehr als 100-mal in seiner Zweizimmerwohnung. Nur durch ihren eigenen Mut und ihre Cleverness gelang es der Gymnasiastin mit selbst geschriebenen Zetteln, die sie beim Spaziergang mit ihrem Peiniger unbemerkt zu Boden fallen liess, der Hölle zu entkommen.

«Habe das Gefühl, ich könnte Berge versetzen ...»

Heute, drei Jahre nach der glücklichen Befreiung, führt Stephanie Rudolph ein anscheinend normales Leben. Zu neuer Lebensfreude hat die 16-Jährige vor allem durch ihre Familie und eine Delphintherapie auf der Insel Curaçao gefunden. «Nach einer Therapie habe ich immer das Gefühl, ich könnte Berge versetzen. Ich bin voller Energie und unendlich froh, auf der Welt zu sein und meine Familie zu haben», äusserte sich die Schülerin erstmals in der Öffentlichkeit im Exklusiv-Interview mit der TV-Moderatorin Nazan Eckes. Den Jahrestag der Befreiung feiert die leidenschaftliche Tänzerin «wie einen zweiten Geburtstag» im Kreis der ganzen Familie.

Nazan Eckes begleitete Familie Rudolph für die 20-minütige Reportage der neuen Serie «Nazan echt persönlich», die am Samstag bei «Explosiv Weekend» zu sehen ist (siehe Info-Box).

TV-Tipp:

«Explosiv Weekend», Samstag, 14. Februar 2009 um 19.05 Uhr bei RTL.

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