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Fragen beim Vorstellungsgespräch«Wie gehen Sie mit sexistischen Witzen um?»

In 250 Einsendungen zeigten die Leser, welchen indiskreten und aussergewöhnlichen Fragen sie sich bei Vorstellungsgesprächen bereits stellen mussten.

von
hum

Gerade Frauen scheinen beim Bewerbungsgespräch oft mit sehr indiskreten Fragen konfrontiert zu werden. Dies zeigen zahlreiche Einsendungen von Leserinnen, die beispielsweise dazu aufgefordert wurden, ihre Familienplanung offenzulegen oder über ihren Beziehungsstatus Auskunft zu geben.

Auch den männlichen Lesern blieb bei einigen Fragen der Mund offen stehen. So zum Beispiel Leser Mäsi, der beantworten sollte, ob er denn in nächster Zukunft grössere finanzielle Ausgaben plane. Daneben gab es viele Einsendungen, die zeigten, dass beim Bewerbungsgespräch auch durchaus sehr aussergewöhnliche Fragen gestellt werden können. So musste sich etwa Leserin Böbine innert kürzester Zeit eine Antwort auf folgende Frage überlegen: «Was glauben Sie, wie lange braucht ein normaler Mensch, um auf eine Milliarde zu zählen?» Ihr war glücklicherweise bewusst, dass es dem Interviewer darum ging zu sehen, ob man analytisch oder aus dem Bauch heraus handelt, um eine Lösung zu finden. Sie selbst hat die Antwort schliesslich hochgerechnet und kam auf «circa 30 Jahre, ohne Schlafzeit oder längere Zählzeit für höhere Zahlen zu berücksichtigen.»

Lesen Sie eine Auswahl von 44 aussergewöhnlichen und aussergewöhnlich indiskreten Fragen in Vorstellungsgesprächen in der Bildstrecke. Falls Sie eines Tages bei Ihnen vorkommen sollten, dann sind Sie wenigstens ein bisschen vorbereitet.

Verbotene Fragen beim Vorstellungsgespräch

In einem Job-Interview dürfen grundsätzlich nur Fragen gestellt werden, die einen klaren Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben. Fragen nach politischer, religiöser oder sexueller Orientierung sowie nach dem Gesundheitszustand, der Familienplanung oder nach Vermögensverhältnissen sind nicht zulässig, ebenso wenig wie solche nach den Gründen für den geplanten Stellenwechsel. In solchen Situationen darf ein Kandidat nach Meinung vieler Juristen schummeln und eine «Notlüge» auftischen.

Etwas anders verhält es sich bei sogenannten Tendenzbetrieben. Dort muss man – je nach Ausrichtung des Unternehmens – auch Fragen zu Gesundheit oder Privatleben ehrlich beantworten. Bewirbt sich etwa ein Journalist bei ­einer Redaktion, muss er über seine Parteizugehörigkeit Auskunft geben.

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