05.04.2020 09:12

Produktionen gestoppt

Wie geht es mit unseren Lieblingsserien weiter?

TV-Drehs rund um den Globus mussten wegen der Corona-Krise unterbrochen werden. Wir geben einen Überblick, wie und wann es mit den Shows und Serien weitergeht.

von
kfi
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Das Coronavirus macht dem «Germany's next Topmodel»-Finale einen Strich durch die Rechnung: Es wird in komplett veränderter Form stattfinden. Auch andere Shows und Serien müssen wegen der Pandemie ihr Programm umkrempeln.

Das Coronavirus macht dem «Germany's next Topmodel»-Finale einen Strich durch die Rechnung: Es wird in komplett veränderter Form stattfinden. Auch andere Shows und Serien müssen wegen der Pandemie ihr Programm umkrempeln.

ProSieben/Richard Hübner
Das Finale der jüngsten Staffel von «The Voice of Switzerland» etwa wird zum Teil in den Wohnzimmern der Gesangstalente gedreht. Wie das Moderationsteam mit Christa Rigozzi und Max Loong eingebaut wird, ist noch nicht klar.

Das Finale der jüngsten Staffel von «The Voice of Switzerland» etwa wird zum Teil in den Wohnzimmern der Gesangstalente gedreht. Wie das Moderationsteam mit Christa Rigozzi und Max Loong eingebaut wird, ist noch nicht klar.

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Wer von ihnen hat die künftige Voice of Switzerland 2020 für sich gewonnen? DJ Antoine (links), Anna Rossinelli (Mitte), Noah Veraguth (oben rechts) und die Büetzer Buebe Gölä und Trauffer wollen als Coaches mit einem ihrer Talente den Gesangscontest für sich entscheiden. Es folgen: Die vier Finalistinnen und vier Finalisten.

Wer von ihnen hat die künftige Voice of Switzerland 2020 für sich gewonnen? DJ Antoine (links), Anna Rossinelli (Mitte), Noah Veraguth (oben rechts) und die Büetzer Buebe Gölä und Trauffer wollen als Coaches mit einem ihrer Talente den Gesangscontest für sich entscheiden. Es folgen: Die vier Finalistinnen und vier Finalisten.

GNTM: Fast alles im Kasten

Gute Nachrichten für «Germany's next Topmodel»-Fans: Alle Folgen der aktuellen Staffel sind längst vorproduziert. Nur das Finale, das jeweils live gesendet wird, nicht. Eine wie in den Vorjahren übliche grosse TV-Kiste mit Saal-Publikum wird es heuer nicht geben. Heidi Klum (46) kürt im Mai dennoch ein Topmodel – im kleinen Kreis in einem Fernsehstudio. «Wir werden uns trotzdem wilde, grosse, verrückte Dinge ausdenken, damit das Finale richtig viel Spass macht», verspricht das Model-Mami.

«The Voice»: Weltneuheit fürs Finale

Das «The Voice of Switzerland»-Finale hätte am 30. März in Köln in einer grossen Liveshow stattfinden sollen. Inzwischen wurde ein Ersatztermin gefunden: Am 6. April wird ein Sieger erkoren – allerdings in völlig neuer Form. Details sind noch keine bekannt. Fest steht aber, dass die acht Finalisten aus ihren privaten Wohnzimmern zugeschaltet werden, wie 3+ bekannt gegeben hat.

«Tatort»: Schweizer Folgen sind gesichert

Mitte März legte das Corona-Virus die deutschen «Tatort»-Produktionen lahm. Die Behörden hätten «Drehgenehmigungen zurückgezogen und laufende Dreharbeiten weitgehend gestoppt», teilte ein Sprecher gegenüber der «Bild» mit. Die unterbrochenen Produktionen würden «sobald wie möglich fortgesetzt» oder «begonnen werden». Der Schweizer «Tatort» hatte mehr Glück: Die Dreharbeiten für die kommenden zwei Episoden sind abgeschlossen, wie SRF auf Anfrage von 20 Minuten mitteilt. «Einer Ausstrahlung der ersten Folge im Herbst steht nichts im Wege.»

«Die Bachelorette»: Start verschoben

Die neue Staffel hat 3+ schon vor einigen Wochen abgedreht. Allerdings wird Neo-Bachelorette Chanelle Wyrsch (23) im Fernsehen erst ab dem 20. April (statt dem 6. April) auf Traummann-Suche geschickt. Das hat der Sender vor einigen Tagen in einer Mitteilung verkündet. Anders als in den Vorjahren wird es diesmal zudem keine Public Viewings geben. Die aktuelle Quarantäne-Situation dürfte für das potenzielle Staffel-Pärli dagegen kein Problem sein: Chanelle und ihr Auserwählter dürfen sich bis zur Ausstrahlung der letzten Rosenvergabe ohnehin nur zu Hause treffen.

«Die Höhle der Löwen»: Dreh gestoppt

Die Dreharbeiten der Erfinder-Sendung wurde vergangene Woche unterbrochen. Wie Vox in einem Statement schrieb, habe man «in Anbetracht der neuesten Entwicklungen» entschieden, «die noch anstehenden Drehtage für die Herbststaffel zu verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen». Aktuell ist noch die siebte Staffel zu sehen, die bereits im Vorjahr gedreht wurde.

GZSZ und andere RTL-Soaps: Schauspieler schminken sich selbst

Corona hat die Dreharbeiten für die Daily Soaps von RTL kurzzeitig zum Erliegen gebracht. Am 30. März haben «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» und «Unter uns» ihren Betrieb wieder aufgenommen. Der Unterbruch sei genutzt worden, um «Drehbücher und Sets den Sicherheitsmassnahmen zur Risikominimierung» anzupassen, teilte der Sender mit. Der Betrieb werde unter strengen Hygienemassnahmen durchgeführt. Der Mindestabstand aller Personen werde gewährt, die Verweildauer des Teams im Studio so gering wie möglich gehalten, und Haare und Make-up müssten von den Schauspielern selbst übernommen werden. Ausserdem sei es allen Mitarbeitern, die zur Risikogruppe gehören, freigestellt, «die Arbeit am Set derzeit fortzusetzen».

Die «Alles was zählt»-Produktion pausiert hingegen eine weitere Woche. Grund: ein positiver Corona-Befund eines Komparsen.

«Stranger Things»: Vierte Staffel ungewiss

Mitte März wurden alle Dreharbeiten in den USA untersagt – das betrifft auch die vierte Staffel der Netflix-Serie «Stranger Things». Sie hätte im August 2021 verfügbar sein sollen. Ob dieser Termin noch eingehalten werden kann, ist fraglich.

«The Walking Dead»: Ohne Synchronisation

Die ersten Serien aus dem Ausland, die mit wöchentlichen neuen Folgen ausgestrahlt werden, können nicht mehr synchronisiert werden. Die neue Folge von «Walking Dead» zum Beispiel lief vor einigen Tagen auf Englisch mit deutschen Untertiteln. Die Synchron-Studios seien geschlossen, erklärt eine Sky-Sprecherin der «Bild». Und die Synchronisation sei nicht aus dem Homeoffice machbar. Das Problem haben alle Streaming-Anbieter bei Serien, die mit kurzem Vorlauf eingedeutscht werden.

«Wer wird Millionär?»: Neue Joker

Günther Jauch (63) führt seine Quiz-Show auch in Zeiten von Corona weiter. Wenn auch mit einigen Änderungen: Die Folgen werden ohne Zuschauer im Saal gedreht – womit der Publikumsjoker wegfällt. Neu bilden drei ehemalige WWM-Millionäre das Publikum. Wer von ihnen die Frage beantworten kann, steht auf. Der Begleitpersonenjoker ersetzt den Zusatzjoker: Die Begleitung des Kandidaten darf hier seinen Tipp abgeben.

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