Streamingstarts April 2021: Wie gnadenlos war die berühmteste Bordell-Chefin?
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Streamingstarts April 2021Wie gnadenlos war die berühmteste Bordell-Chefin?

In einer Serie wird Madame Claude beleuchtet, ein Bruder sucht mitten im Syrienkrieg nach seiner verschollenen Schwester – das und mehr gibts neu zum Streamen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Madame Claude».

Netflix

Darum gehts

  • Wir behalten die Streamingdienste im Blick und stellen dir die aufregendsten Neustarts vor.

  • Netflix hat die Geschichte von Madame Claude verfilmt, die ein Bordell leitete.

  • Auf der Suche nach seiner Schwester gerät ein französischer Ingenieur in den Syrienkrieg.

  • Bully lädt seine Comedy-Kolleg*innen ein und verbietet ihnen, übereinander zu lachen.

«Madame Claude»

«Ich habe früh realisiert, dass Männer uns wie Schlampen behandeln. Also beschloss ich, die Königin der Schlampen zu werden», sagt Madame Claude (Karole Rocher).

Im Paris der 1960er leitet sie ein Bordell. Die Kunden der Sexarbeiterinnen: Einflussreiche Männer – Promis, Politiker, Gangster. Madame Claude hat sie in der Hand.

Eine Frau als Gangsterin

Im Drama wird allerdings auch deutlich, dass Mitgefühl für sie keine Rolle spielte: Madame Claude war schonunglos und hat auf ihre dreissig Prozent Anteil unerbittlich bestanden, auch wenn Frauen von Kunden geschlagen wurden.

Weibliche Gangsterrollen seien nach wie vor rar, sagt Rocher bei «AFP»: «Es ist interessant, eine weibliche Rolle zu spielen, die diesen Hass und diese Wut hat – das assoziieren wir normalerweise mit Männern.» Madame Claude sei bitter und unsympathisch, ohne sexualisiert zu werden.

Keine Liebe, sondern Arbeit

Das französische Drama lehnt sich an die wahre Geschichte von Madame Claude, die in Wirklichkeit Fernande Grudet hiess und 2015 verstorben ist, an.
Sie galt als Ikone in Paris, die Geschichte will die dunkle Realität hinter dem ganzen Glamour zeigen.

«Da ist das Bild von Madame Claude, in schönen Kleidern, grossen Hotels, mit viel Macht. Mich hat interessiert, was hinter den Kulissen gelaufen ist», erklärt Sylvie Verheyde bei «Yahoo». Darum sei der Sex im Film auch unerotisch: «Das ist keine Liebe, sondern Arbeit.»

«Madame Claude» gibts ab dem 2. April auf Netflix.

Hast du Fragen zu Beziehung, Liebe oder sexueller Gesundheit?

Hier findest du Hilfe:

Lilli.ch, Onlineberatung

Tschau, Onlineberatung

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

«No Man’s Land»

Als der französische Ingenieur Antoine (Félix Moati) eine TV-Reportage über kurdische Kämpferinnen in Syrien schaut, traut er seinen Augen nicht.

Er sieht eine Frau, die seine Schwester Anna (Mélanie Thierry) sein könnte. Bislang hatte er geglaubt, dass sie zwei Jahre zuvor bei einem terroristischen Attentat in Kairo ums Leben gekommen ist.

Antoine wird zur Geisel

Er macht sich auf die Suche nach seiner Schwester und sieht, wie der Alltag in Syrien von der Gewalt des Krieges geprägt wird – an der türkisch-syrischen Grenze soll Antoine als Geisel an Leute vom IS verkauft werden.

Die YPJ, wie sich die Einheit der kurdischen Kämpferinnen nennt, befreien ihn, die Anführerin Sarya (Souheila Yacoub) misstraut Antoine allerdings. Sie denkt, dass er sich beim IS engagieren will und hält ihn gefangen – bis das Lager vom IS angegriffen wird.

«No Man’s Land» gibts ab dem 4. April auf Sky Show.

Der Trailer zu «No Man’s Land».

Sky Show

«LOL: Last One Laughing»

Michael Bully Herbig lädt eine handvoll Comedy-Gschpänli ein und lässt sie aufeinander los: Mit dabei sind unter anderem Anke Engelke, Carolin Kebekus, Wigald Boning und Teddy Teclebrhan.

Alle versuchen sie, einander zum Lachen zu bringen – doch genau das ist verboten und wird von Schiedsrichter Bully aus dem Control Room streng beobachtet. Wer zuerst lacht, ist raus.

«LOL: Last One Laughing» gibts ab dem 1. April auf Amazon Prime.

Der Trailer zu «LOL: Last One Laughing».

Amazon Prime

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