Marquez vs. Lüthi: Wie gross ist die Gefahr eines Revanche-Fouls?
Aktualisiert

Marquez vs. LüthiWie gross ist die Gefahr eines Revanche-Fouls?

Das gefährliche Fahrmanöver von Marc Marquez gegen Tom Lüthi gibt weiterhin zu reden. Nun spricht Lüthis Manager Daniel M. Epp Klartext.

von
Klaus Zaugg

Marc Marquez' unfaire Aktion gegen Tom Lüthi beim GP von Katar. (YouTube)

Der Spanier Marc Marquez hat Tom Lüthi von der Piste gedrängt und so um den Sieg gebracht (20 Minuten Online berichtete). Lüthis Manager Daniel M. Epp hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und geht mit dem spanischen Rennpistenrowdy hart ins Gericht. «Die Meinung im Fahrerlager ist rundum einhellig: Was Marquez getan hat, darf nicht sein. Er wusste, dass er Lüthi mit fairen Mitteln nicht besiegen kann. Also hat er ihn von der Piste gedrängt. Weil er für diese Aktion nicht bestraft worden ist, wird er es wieder tun. Er weiss, dass er politisch unangreifbar ist und sich nun alles erlauben darf. Er ist und bleibt ein schneller, aber für seine Gegner lebensgefährlicher Fahrer.»

Die Frage an Lüthis Teammanager: Wie gross ist die Gefahr eines Revanchefouls? «Von unserer Seite aus gleich null. Lüthi ist ein fairer Pilot und wird wegen dieses Zwischenfalles nicht zu einem Marquez. Unser Ziel ist es, das nächste Rennen im spanischen Jerez zu gewinnen. Wir wollen uns auf sportliche Art und Weise revanchieren und wir wissen, dass wir dazu in der Lage sind, Marquez zu besiegen wenn alles mit rechten Dingen zu und hergeht.»

Die Macht der Spanier

Epp sieht den spanischen Rüppelfahrer jetzt erst recht unter Denkmalschutz: «Wenn jetzt einer Marquez ins Gehege kommt, wird er drakonisch bestraft. Würde Lüthi in Jerez genau gleiche handeln wie Marquez in Katar, dann müsste er mit einer Sperre von mindestens drei Rennen rechnen und die Saison wäre gelaufen. Jeder im Fahrerlager weiss, wie viel Macht die Spanier auf allen Ebenen haben und jeder hütet sich wohl erst einmal von einem Revanchefoul. Aber die Saison ist noch lang und die Wut über die rücksichtslose Fahrweise von Marquez ist gross.»

Der Freispruch des Spaniers durch die Renndirektion ist zwar endgültig. Es gibt keine Rekursmöglichkeit. Trotzdem lässt Epp die Sache nicht ruhen. «Wir akzeptieren den Freispruch. Es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig. Aber ich werde die Angelegenheit bei den Teamchefs und auf höchster Ebene erneut und wiederholt zur Sprache bringen. Damit allen klar ist, dass wir nicht vergessen, was passiert ist.»

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