Aktualisiert 21.11.2017 10:30

DigitalisierungWie gross ist Google? Zwei Milliarden Zeilen Code

Künstliche Intelligenz, Chatbots und immense Datenmengen: Am 21. November findet der Digitaltag Schweiz. Sieben Fakten zur Digitalisierung.

von
tob
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Alle Google-Dienste zusammen umfassen über zwei Milliarden Zeilen Code. Zum Vergleich: Microsofts Betriebssystem Windows 10 hat gemäss Schätzungen zwischen 50 und 60 Millionen Zeilen Code.

Alle Google-Dienste zusammen umfassen über zwei Milliarden Zeilen Code. Zum Vergleich: Microsofts Betriebssystem Windows 10 hat gemäss Schätzungen zwischen 50 und 60 Millionen Zeilen Code.

Getty/Maskot
Entwickler am Google Developer Day im Jahr 2007: Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Programmierers im Silicon Valley beträgt rund 121'000 Franken .

Entwickler am Google Developer Day im Jahr 2007: Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Programmierers im Silicon Valley beträgt rund 121'000 Franken .

AP/Marcio Jose Sanchez
20 Prozent des globalen Datenverkehrs werden mobil übertragen. Die Prognose von Cisco: 2021 wird es weltweit mehr Mobiltelefone (5,5 Milliarden) geben als Bankkonten (5,4 Milliarden).

20 Prozent des globalen Datenverkehrs werden mobil übertragen. Die Prognose von Cisco: 2021 wird es weltweit mehr Mobiltelefone (5,5 Milliarden) geben als Bankkonten (5,4 Milliarden).

epa/Alex Hofford

Zwei Milliarden Zeilen Code

Wie gross ist Google? In Code ausgedrückt: über zwei Milliarden Zeilen. Zu diesem Ergebnis kam die Google-Entwicklerin Rachel Potvin bei einer Schätzung im Jahr 2015. Darin enthalten ist der Code für alle Dienste von der Suchmaschine bis zu Google Maps. Zum Vergleich: Das Betriebssystem Microsoft Windows XP baut auf rund 45 Millionen Zeilen Code auf. Windows 10 hat gemäss einer Schätzung zwischen 50 und 60 Millionen Zeilen Code.

Jahreslohn: 121'000 Franken

Programmierer sind gefragt. Ein grosses Ballungszentrum ist das Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien. Hier verdient ein Entwickler im Schnitt umgerechnet jährlich 121'000 Franken. Zu diesem Ergebnis kam die Jobbörse Hired.com bei ihrer letzten Umfrage Anfang 2016.

Zunahme von 250 Prozent

Die Nachfrage nach Kursen zum Thema künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen hat am Massachusetts Institute of Technology in den letzten drei Jahren stark zugenommen. Während sich vor drei Jahren 200 Studenten für den Einführungskurs einschrieben, sind es in diesem Jahr über 700 Studenten. Das entspricht einer Zunahme von 250 Prozent.

100'000 Chatbots bei Facebook

Computer statt Mensch: Firmen setzen zunehmend auf Chatbots, um in Kontakt mit Kunden zu bleiben. Im Facebook-Messenger sind bereits über 100'000 Bots im Einsatz, wie die Firma letzten April mitteilte. Die Anzahl Bots hat sich innerhalb von sieben Monaten verdreifacht. Auch Schweizer Firmen sind aktiv: Kunden der Swisscom-Tochter Wingo können ihre Fragen dem Chatbot namens Cara über Facebooks Messenger stellen.

Datenvolumen: 1,2 Zettabyte

Im letzten Jahr hat die Zettabyte-Ära begonnen. Zum ersten Mal wurden 2016 global mehr als ein Zettabyte an Daten übertragen, sagt der Netzwerkausrüster Cisco. Ein Zettabyte ist eine 1 mit 21 Nullen. Zum Vergleich: Wenn jedes Terabyte in dem Zettabyte einem Kilometer entsprechen würden, so könnte man 1300-mal zum Mond und wieder zurück fliegen.

Mehr Handys als Bankkonten

20 Prozent des globalen Datenverkehrs werden mobil übertragen. Im Jahr 2016 war es rund dreimal weniger. Die Prognose von Cisco: 2021 wird es weltweit mehr Mobiltelefone (5,5 Milliarden) geben als Bankkonten (5,4 Milliarden). Der mobile Datenverkehr soll in den nächsten fünf Jahren um das Siebenfache wachsen.

90 Prozent sind online

Im ersten Quartal 2017 waren 90 Prozent der erwachsenen Menschen in der Schweiz im Internet unterwegs. Drei Jahre zuvor waren es noch 84 Prozent, wie eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. Vermehrt wird im Internet auch eingekauft. So haben 2017 zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung in den drei Monaten vor der Befragung mindestens einen Einkauf im Internet getätigt, wie das BFS schreibt. 2014 waren es erst 56 Prozent gewesen.

Der Digitaltag Schweiz

Am 21. November findet in der Schweiz der Digitaltag statt. Der Event findet zum ersten Mal statt und bietet insgesamt mehr als 80 einzelne Veranstaltungen, um die Digitalisierung zu erleben. Am Post-Hauptsitz in Bern können Besucher zum Beispiel das selbstfahrende Postauto ausprobieren, das seit Mitte 2016 mehr als 30'000 Personen in Sion befördert hat. Im Casino Herisau erfahren Besucher, was mit ihrer elektronisch eingereichten Steuererklärung genau passiert. Am HB in Zürich ist unter anderem Google präsent. Am Stand des IT-Unternehmens versucht ein Computer mithilfe von künstlicher Intelligenz zu erraten, was die Besucher bei Montagsmaler zeichnen. Das vollständige Programm gibt es hier.

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