Aktualisiert 18.01.2017 17:22

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Wie gut fahren Schweizer eigentlich Ski?

Schaut man vom Lift auf die Piste, sieht man selten Leute, die wirklich carven können.

von
CP/ep

Interview mit Kilian Weibel, Technischer Leiter Skischule Engelberg und Skilehrer-Ausbildner Swiss Snowsports.

Hand aufs Herz: Wie gut fahren die Schweizer Ski?

Man sieht den Unterschied, ob jemand in einer Bergregion aufgewachsen ist oder als Kind nur eine Woche im Jahr in die Skischule ging. Aber insgesamt fahren die Schweizer gut Ski.

Abgesehen vom Weltcup: So gut wie die Österreicher?

(lacht). Was soll ich sagen? Weltcup-Resultate sind das eine, aber als Touristen und Freizeitsportler sind die Schweizer gut. Wir vermitteln in den Skischulen gewisse Grundtechniken anders als die Österreicher.

Also haben wir die besseren Skischulen?

Die Österreicher machen auch gute Sachen. Wir finden, dass unser Lernweg der richtige ist. Weltweit ist die Schweiz führend. Persönlich finde ich, wir machen es besser.

Dennoch verunfallen in der Schweiz über 50'000 alpine Skifahrer jährlich. Was machen die Skifahrer falsch?

Viele Skifahrer überschätzen sich und ihr Tempo. Wir haben Leute mal schätzen lassen, wie schnell sie unterwegs sind. Viele sagten 40 km/h, tatsächlich haben wir aber 60 bis 70 km/h gemessen.

Schnell fahren macht Spass.

Klar. Aber nur, wenn man die Kontrolle hat. Das Material hat sich geändert, die Skis sind schneller, laufruhiger, drehfreudiger, aber ohne die richtige Technik nützt das nichts, im Gegenteil.

Was ist der häufigste Fehler?

Am meisten verbessern können sich die Skifahrer bei der Grundposition. Viele fahren zu aufrecht und fersenlastig. Als Grundregel gilt: Jedes Gelenk sollte leicht gebeugt sein, also nicht nur die Knie, sondern auch die Füsse, Hüfte, Ellbogen. Das gibt Druck auf die Skispitzen, um saubere Kurven zu fahren.

Schaut man vom Lift auf die Piste, sieht man selten Leute, die wirklich carven können. Die meisten rutschen durch die Kurven. Alles miese Fahrer?

Man sollte nicht die Weltcup-Bilder im Kopf haben. Es gibt sehr gute Freizeit-Carver. Und es ist schwierig, alle Pisten sauber zu carven. Vielseitigkeit ist wichtiger.

Zum Beispiel?

An steilen Hängen nicht ans Limit kommen, Übergänge wie Kanten und Wellen sauber fahren, das Material beherrschen.

Letzteres sollte ja einfacher sein, da sich viel getan hat bei den Skis in den letzten 15 Jahren.

Die Latten laufen lassen ist einfacher und es ist super, wenn man mit guten Skis Spass hat. Aber es ist schade, wenn man teures Material hat, es aber nicht richtig nutzen kann. Lieber einen einfacheren Ski als ein Rennmodell, für das die Technik fehlt. Viele meinen: «Ich kann Ski fahren» und investieren viel Geld in ungeeignetes Material.

Ab wann kann man denn gut Ski fahren?

Das ist individuell. Zentral ist der Spass am Schneesport. Einige wollen eine gute Zeit in der Sonne, vielleicht reicht dafür der Pflug. Wenn man in paralleler Skiposition eine rote Piste bewältigt, kann man sagen, dass man die Skis gut beherrscht.

Wie schätzen Sie sich selber oder die anderen auf der Piste ein: Sind die Schweizer eine echte Skination oder fahren wir über unsere Verhältnisse? Schreiben Sie uns Ihren Kommentar unten hin.

Diesen Beitrag erstellte Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit search.ch.

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