Flughafen Zürich - «Der Luftverkehr wird sich erst bis 2025 wieder erholen»
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Flughafen Zürich«Der Luftverkehr wird sich erst bis 2025 wieder erholen»

Regierungsrätin Carmen Walker Späh und die Flughafen Zürich AG informierten am Freitag, mit welchen Herausforderungen der Flughafen wegen Corona konfrontiert ist.

von
Lynn Sachs
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Der Kanton Zürich informierte am Freitag über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Flughafen Zürich.

Der Kanton Zürich informierte am Freitag über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Flughafen Zürich.

20min/Marco Zangger
Regierungsrätin Carmen Walker Späh sagte, dass sich der internationale Luftverkehr im Vergleich zum letzten Jahr leicht erholt habe. Trotzdem seien die Luftfahrt und die Tourismusbranche weiterhin stark von der Pandemie betroffen.

Regierungsrätin Carmen Walker Späh sagte, dass sich der internationale Luftverkehr im Vergleich zum letzten Jahr leicht erholt habe. Trotzdem seien die Luftfahrt und die Tourismusbranche weiterhin stark von der Pandemie betroffen.

20min/Taddeo Cerletti
«Dieses Jahr hatten wir zwei Drittel weniger Passagiere als 2019», so Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG.

«Dieses Jahr hatten wir zwei Drittel weniger Passagiere als 2019», so Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG.

Tamedia

Der Kanton Zürich informierte am Freitag zusammen mit der Flughafen Zürich AG und der Swiss über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Flughafen Zürich. Seit Frühling 2020 steht die Luftfahrt- und Tourismusbranche vor grossen Herausforderungen. 2021 habe sich der internationale Luftverkehr im Vergleich zum letzten Jahr zwar leicht erholt, die Herausforderungen bleiben jedoch weiterhin gross, sagte Regierungsrätin Carmen Walker Späh an der Medienkonferenz.

Insbesondere die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie sowie neue Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen für Reisende treffen die Luftfahrt sowie die Tourismus- und Reisebranche hart. «Es ist besorgniserregend, dass der Bund wieder eine Quarantäne für einige Länder verordnet hat. Wenn Touristen bei ihrer Ankunft zuerst zehn Tage in Quarantäne müssen, dann kommt niemand mehr», so Walker Späh.

«2021 hatten wir zwei Drittel weniger Passagiere als noch 2019»

Laut Stephan Widrig, dem CEO der Flughafen Zürich AG, war die Situation für den Flughafen auch dieses Jahr schwierig. «2021 hatten wir zwei Drittel weniger Passagiere als noch 2019.» Im Bezug auf die neue Mutation Omikron sagte Widrig, dass es nachvollziehbar sei, dass die Behörden schärfere Massnahmen ergreifen müssen. «Die Lage spitzt sich zu und es herrscht Unsicherheit.» Der CEO ist sich aber sicher, dass sich die Branche erholen wird. «Wir gehen davon aus, dass sich der Luftverkehr erst bis 2025 wieder erholen wird.»

Auch für die Swiss sei die Lage weiterhin schwierig. «Vor allem in den letzten Wochen hat sich viel verändert», so der Swiss-CEO Dieter Vranckx. Auch er steht Grenzschliessungen und den Quarantäneverordnungen kritisch gegenüber. Die Swiss fliege weiterhin von Südafrika in die Schweiz.

Fluglärm deutlich tiefer wegen der Pandemie

Laut Walker Späh konnte der Zürcher Fluglärmindex 2020 eingehalten werden. Dies ist wenig überraschend, da 2020 die Anzahl an Flugbewegungen wegen der Restriktionen im Reiseverkehr rund 60 Prozent tiefer lag als noch im Vorjahr. 2020 wurden rund 15‘000 Menschen durch Fluglärm belästigt. 2019 waren es noch über 58’000 Personen.

Trotz der herausfordernden Umstände bleibe das Thema Klimaschutz weiterhin zentral. Wie der Swiss-CEO sagte, möchte die Fluglinie bis 2050 CO2-neutral fliegen und setze sich deshalb für nachhaltigen Flugtreibstoff ein. Auch sollen in den nächsten vier Jahren die Lebensmittelabfälle um 25 Prozent reduziert werden. Der Flughafen Zürich unterstütze diese Vision und setze sich ebenso für eine CO2-freundliche Flughafeninfrastruktur ein.

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