Pussy Riot und Co.: Wie hoch ist der Preis für Mut?
Aktualisiert

Pussy Riot und Co.Wie hoch ist der Preis für Mut?

Den Mitgliedern der Punkband Pussy Riot drohen bis zu drei Jahre Gefängnis für ihre Musik. Sie sind bei weitem nicht die einzigen Künstler, die für ihre provokativen Werke bestraft werden.

von
gux

Pussy Riot begehrten während 40 Sekunden gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf – und zahlen dafür möglicherweise mit bis zu drei Jahren Haft. Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samutsewitsch und Maria Alechina werden für ihren Kurzauftritt in der Moskauer Christi-Erlöser-Kirche und ihren Song «Gottesmutter, vertreibe Putin!» wie Schwerverbrecherinnen behandelt. Kein Prozesstag gegen die drei Frauen ist kürzer als zehn Stunden. Zeit für die Prozessvorbereitung oder auch Schlaf bleibt so kaum.

Die Richterin, die von der Verteidigung mehrmals der Befangenheit beschuldigt wurde, lässt vor allem die Zeugen der Anklage zu. Auch die meisten schriftlichen Beweise dürfen laut Welt.de nicht vorgelesen werden.

Der Prozess gegen die drei Pussys läuft

Sang- und klanglos verschwinden

Es ist klar: Der Prozess soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen und die «Gotteslästerinnen» sang- und klanglos hinter schwedischen Gardinen verschwinden.

Immerhin hat sich Putin letzte Woche erstmals zu dem Prozess geäussert – die Musikerinnen sollen «nicht zu hart» bestraft werden, forderte er. Wenig überraschend rückte dann auch die Staatsanwaltschaft von ihrer ursprünglichen Forderung einer siebenjährigen Haftstrafe ab. Das Urteil gegen die drei aufmüpfigen Punkdamen soll am 17. August verkündet werden.

Die Geschichte kennt hunderte Künstler, die sich den Mund nicht verbieten liessen und dafür einen hohen Preis zahlten. Einige Beispiele finden Sie in der Bildstrecke oben.

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