3 mit Sex: «Wie ich versehentlich mit zwei Teenagern im Bett landete»
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3 mit Sex«Wie ich versehentlich mit zwei Teenagern im Bett landete»

Bruce hat ein Groupie-Erlebnis der besonderen Art. Stolz ist er darauf nicht – aber zum Bereuen wars viel zu hot!

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Bruce
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Bruce landete mit zwei Groupies im Bett. Erst danach stellte sich heraus, dass die beiden gerade mal 18 Jahre alt waren.

Bruce landete mit zwei Groupies im Bett. Erst danach stellte sich heraus, dass die beiden gerade mal 18 Jahre alt waren.

Illustration: Anna Deèr
Lars
Lars

Er ist ein schwuler Designer aus dem Aargau. WG-Mami und wilder Single, der gut mit Hammer und Nägeln kann. Insgeheim hat Lars aber genug davon, in und ausserhalb des Betts immer den aktiven Part zu übernehmen.

Anna Deér
Ella
Ella

Sie ist single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.

Anna Deér

Darum gehts

  • Bruce erlebte ein Groupie-Erlebnis der besonderen Art.
  • Nach seinem Gig tanzte er in der Menge mit der jungen Melissa. Zwischen den beiden knisterte es heftig.
  • Nach der Raucherpause stellte ihm Melissa ihre Freundin Cathy vor. Was danach folgte, liess sich Bruce nicht mal erträumen: «Grossartiger, verruchter und langer Sex mit zwei Fremden.»
  • Doch bereits am nächsten Morgen folgte der Schock: Beim Stalken auf Instagram fiel Bruce auf, dass die beiden Frauen noch auf die Kanti gingen.

Unter uns: Das Rockstar-Leben klingt way more glamorous, als es ist. Ich werde zwar im Ausgang erkannt, gebe Interviews, Konzerte und höre meine Lieder im Radio – von meiner Musik leben kann ich trotzdem nur knapp. Ein Rockstar-Life mit fetten Karren und schlanken Miezen: In your dreams! Umso mehr zehre ich von den wenigen Rockstar-Momenten, die ich erlebt habe. Zum Beispiel, als ich vor einem Auftritt einmal so besoffen war, dass nichts anderes mehr half, als mir kurz vor dem Auftritt den Finger in den Hals zu stecken. Oder das einzige Mal, als ich tatsächlich gecrowdsurfed bin – an einer Geburtstagsparty mit 40 Leuten, aber immerhin. Mein rockstarigstes Erlebnis hat aber – ihr ahnt es schon – mit Groupies zu tun.

Das kam so: Vor etwa drei Jahren, unser Gig war gerade vorbei, bestellten wir uns einen Mate Vodka nach dem anderen. Wir waren fest entschlossen, unsere mickrige Gage durch ordentlich Gratis-Alk auf ein akzeptables Level hochzusaufen. Das Publikum war von unserem Auftritt ziemlich angeheizt und ging ab zum DJ, der nach uns auflegte. Mit meinen Bandkumpels mischte ich mich in die wogende Menge, interessiert beäugt von weiblichen Fans.

Nachdem ich mit den Jungs bereits dreimal auf uns angestossen hatte, wippte ich im Halbdunkeln auf eine wunderschöne Frau mit kurzen Haaren zu, die mir zuvor eindeutige Blicke zugeworfen hatte. Wortlos begannen wir zu tanzen und schon nach wenigen Minuten machten wir rum. Die Unbekannte und ich rieben unsere Körper aneinander und trieben mit geschlossenen Augen durch die Crowd. Uns war alles egal. Nach einer Weile fragte ich sie, was sie von einer Zigarette halte. Sie nickte.

«Mit Smalltalk versuchte ich, meine Begeisterung zu verstecken»

«Wie heisst du eigentlich?», fragte ich sie, als wir draussen standen und zündete mir eine Kippe an. «Melissa», antwortete sie und sah mich verführerisch, aber auch irgendwie starrend an. Wir smalltalkten, rauchten noch eine und gingen wieder rein. Melissa schien unkompliziert zu sein, selbstbewusst und interessant. Nachdem wir unsere Tanzen-Küssen-Rauchen-Tour zweimal wiederholt hatten, stellte sie mich ihrer Freundin Cathy vor, mit der sie zuvor an meinem Konzert gewesen war. Nach einer weiteren halben Stunde fragte ich Melissa, ob wir gehen sollen. «Ja, sicher», sagte sie. «Ich muss nur noch Cathy suchen.»

Vor dem Haupteingang tuschelten die beiden und nachdem ich meine Zigarette fertig geraucht hatte, drehte sich Melissa wortlos zu mir um, blickte mich an und streckte Zeige- und Mittelfinger in die Luft. Auch Cathy schaute mich gerade an. Erst nach einigen Sekunden begriff ich, worum es ging. Ich versuchte krankhaft, mir nichts anmerken zu lassen und nickte lässig. Wir setzten uns in Bewegung. «Ich wohne nicht weit von hier», sagte Melissa.

Mit Smalltalk versuchte ich, meine Begeisterung über die unerwartete Wendung des Abends zu verstecken. Nach etwa zehn Minuten bogen wir in einen Innenhof ein. «Psst», sagte Melissa, bevor sie die Tür eines Mehrfamilienhauses aufschloss. «Meine Eltern schlafen oben.» Wieder gab ich mir alle Mühe, mir nichts anmerken zu lassen.

«Der Schock kam am nächsten Morgen im Bus»

Was danach kam, war fantastisch. Grossartiger, verruchter und langer Sex mit zwei Fremden, die sehr genau wussten, was sie taten. Gut, so ganz genau erinnere ich mich nicht mehr. Aber meine Erinnerung ist bis zu diesem Zeitpunkt nur positiv. Der Schock kam erst, als ich morgens um halb sechs verschwitzt aus der Mehrfamilienhaus-Siedlung schlich und im ersten Bus Melissa und Cathy auf Instagram stalkte.

Die beiden waren 18 (achtzehn!!! Also Teenies!!!) Jahre alt, gingen an dieselbe Kanti und machten gern Youtube-Videos zu meinen Songs. Ich schluckte leer. Die blöden Sprüche von Ella und Lars dauern bis heute an.

Sex-WG

3 mit Sex

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so, und auch einige Angaben sind geändert. Wahr ist aber, dass sie leidenschaftlich gern durch die Keller und Clubs der besten Stadt dieses Landes tanzen. Die drei Singles lieben Techno, Rührei und die stabilen Betten ihrer WG. Und sie wissen: Falls sie sich je zu dritt darin vergnügen, ist das das Ende von allem – oder der Beginn von etwas noch Grösserem. 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihren Abenteuern.

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