Aktualisiert 21.05.2018 16:37

Energy ChallengeWie isst man dieses Gemüse?

Sie hilft beim Abnehmen sowie der Regeneration nach dem Sport, kann vielfältig zubereitet werden und hat erst noch eine gute Energiebilanz: die Mairübe.

von
sts
Die Mairübe ist in der Schweizer Küche nicht mehr sehr verbreitet. Dies zu Unrecht, denn sie weist zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe auf und kann unkompliziert als Beilage oder Hauptgericht zubereitet werden.

Die Mairübe ist in der Schweizer Küche nicht mehr sehr verbreitet. Dies zu Unrecht, denn sie weist zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe auf und kann unkompliziert als Beilage oder Hauptgericht zubereitet werden.

Verband Schweizer Gemüseproduzenten / www.gemuese.ch

Die Mairübe – wegen ihrer geringen Grösse oft als Mairübchen bezeichnet – ist eine der ersten Gemüsesorten im Jahr, die frisch aus lokaler Produktion verfügbar ist. Vom Anbau bis zur Ernte geht es nur sechs bis acht Wochen. Mairüben aus Schweizer Produktion sind voraussichtlich also nur noch knapp vier Wochen erhältlich. Es gibt gute Gründe, wieso Sie das Wurzelgemüse unbedingt noch im Monat, der ihm den Namen gab, essen sollten.

Das auch unter als Navette bekannte Gemüse hat meistens nicht mehr als fünf Zentimeter Durchmesser, doch es ballt sich eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe im Mairübchen. Genauso wie die orangen Rüebli sind Mairüben reich an Karotin plus Vitamin C und enthalten B-Vitamine, Folsäure, Eisen sowie Zink. Mit einem relativ hohen Ballaststoffgehalt, fast null Gramm Fett und wenig Kalorien kann man Navetten auch in der Badi-Saison ohne schlechtes Gewissen verschlingen und kohlenhydrat- oder fettreichere Beilagen dadurch ersetzen.

Elektrolythaushalt kontrollieren und Leistungsfähigkeit steigern

Nach einer anstrengenden Trainingseinheit hilft die Mairübe laut der Fitness-Plattform Gymondo mit 114 Milligramm Kalium pro 100 Gramm, den Elektrolythaushalt zu kontrollieren. Das in der Speiserübe enthaltene Natrium (28 Milligramm auf 100 Gramm) reguliert den Wasserhaushalt und beruhigt das Nervensystem, während Schwefel (21 Milligramm pro 100 Gramm) bei der Herstellung von Aminosäuren mithilft und Proteinstrukturen stabilisiert. Trotz ihrer relativ geringen Menge spielen die in Mairüben vorhandenen Vitamine der B-Gruppe eine entscheidende Rolle beim Stoffwechsel und steigern gerade bei Ausdauersportlern die Leistungsfähigkeit.

Obwohl beim Verzehr der Mairübchen in Rohform die gesunden Inhaltsstoffe am besten erhalten bleiben, reicht das Einsatzgebiet von gesunden Suppen über leichte Beilagen bis hin zu einem herzhaften Hauptgang. Genauso wie Karotten, Gurken oder Sellerie können die geschälten und geschnittenen Mairübchen in einen Dip getaucht, in Salate gegeben oder als Beilage für Gemüsesuppen verwendet werden. Das Blattgrün erinnert geschmacklich an Salat und bietet sich als Beilage zu Fleischgerichten oder Gratins an. Glasierte Mairübchen als Gemüsebeilage peppen Traditionsgerichte auf und grössere Rüben können gefüllt und mit Käse überbacken als Hauptmahlzeit serviert werden.

Geringe Menge an grauer Energie

Mairüben haben – wie es der Name vermuten lässt – im Mai Saison. Dadurch weisen sie momentan eine besonders gute Energiebilanz auf. Pflanzliche Produkte aus der Region sind nämlich umweltfreundlicher, wenn sie auch Saison haben. Dies ist vor allem auf die graue Energie zurückzuführen. Dabei handelt es sich um die Energiemenge, die auf dem Lebensweg der Produkte benötigt wird. Sie steckt zum Beispiel im Wärme- und Strombedarf bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, im verbrauchten Treibstoff für den Transport, in der Produkteverpackung sowie im Strom- und Wärmebedarf bei Lagerung, Verkauf und Zubereitung.

Wenn Früchte und Gemüse in beheizten Gewächshäusern produziert werden, macht die Heizenergie den grössten Teil der grauen Energie aus. Deswegen sollten umweltbewusste Konsumenten auf Saisongemüse aus Freilandanbau setzen.

Kennen Sie schmackhafte Mairüben-Rezepte? Verraten Sie uns diese in den Kommentaren.

Saisonales Gemüse

Früchte und Gemüse aus der Region weisen eine besonders gute Umweltbilanz auf, wenn sie Saison haben. Im Rahmen der Energy Challenge 2018 werden jeweils einmal pro Monat saisonale und regionale Früchte- oder Gemüsesorten vorgestellt.

Energy Challenge 2018

Die Energy Challenge 2018 ist eine nationale Aktion von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie (BFE) rund um die Themen Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien. Das Ziel in diesem Jahr ist, dass die Schweizer Bevölkerung gemeinsam mit den Partnern der Energy Challenge 2018 gesamthaft 30 Millionen Kilowattstunden einspart. Als Medienpartner beleuchtet auch 20 Minuten den Themenschwerpunkt mit Reportagen, Interviews, Energiespartipps und Quiz-Spielen. Mehr Infos gibt's in der kostenlosen Energy-Challenge-App für Android oder für iOS.

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