Aktualisiert

Doktor Sex«Wie können wir den Sex neu beleben?»

Sonja und ihr Partner empfinden ihr Sexualleben nach drei Jahren Beziehung als etwas monoton. Was tun, damit es wieder richtig abgeht im Bett?

von
bwe
Monotonie beim Sex ist oft auch auf Phantasielosigkeit zurückzuführen. (Symbolbild: Colourbox.com)

Monotonie beim Sex ist oft auch auf Phantasielosigkeit zurückzuführen. (Symbolbild: Colourbox.com)

Frage von Sonja (26) an Doktor Sex: Ich lebe seit drei Jahren glücklich in einer Beziehung. Sexuell finden wir beide unser Zusammensein aber mittlerweile etwas monoton. Was können wir tun, um unseren Sex neu zu beleben?

Antwort von Doktor Sex:

Liebe Sonja

Ich staune immer wieder, wie schnell Paare zu der Annahme neigen, sie hätten in Sachen Sex schon alles ausprobiert und wüssten, worum es geht - um dann gemeinsam in Monotonie und Langeweile zu versinken. Wenn jemand einen Beruf erlernt, erreicht er frühestens nach drei Jahren - und notabene mit 100 Prozent Arbeitsaufwand - durch die Lehrabschlussprüfung den Status eines Gesellen. Wie sollte es dann möglich sein, in der gleichen Zeit aber mit einem Bruchteil des Engagements das Handwerk «Sex» zur Meisterschaft zu bringen?

Ich denke, ihr habt noch einigen Spielraum, ohne dass ihr gleich nach ausgefallenen Abwechslungen suchen müsst. Geht zurück zum Anfang und kümmert euch einfach noch einmal um die Grundlagen. Konkret heisst das: Massiert euch regelmässig, beispielsweise am Ende eines Tages, und lernt so, euch besser ineinander einzufühlen und den Körper des anderen zu lesen. Besonderen Spass machen solche Massagen, wenn dabei ein feines Öl verwendet wird. Lernt zudem spezielle Massagetechniken für Penis und Vulva und schenkt euch gegenseitig solche Berührungen als kleines Ritual in einem besonderen Rahmen. Kauft euch Sexspielzeuge - damit meine ich nicht nur Vibratoren oder Dildos, sondern auch Federn, Seiden- und andere Tücher oder spezielle Gleitmittel - und verwöhnt euch damit. Erzählt euch erotische Geschichten oder flüstert sie euch ins Ohr. Füttert euch gegenseitig mit kleinen, feinen Sachen von unterschiedlichem Geschmack, wobei die Person, die gefüttert wird, die Augen verbunden hat. Meditiert - alleine und zusammen. Besucht gemeinsam einen Tanzkurs, singt miteinander, macht Musik und Atemübungen oder absolviert an einem Wochenende gemeinsam einen Tantra-Kurs.

Bei vielem von dem, was ich aufgezählt habe, ist die Verbindung zur Sexualität vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Bei manchem gibt es sie auch gar nicht direkt. In erster Linie ist das Ziel, den eigenen Körper und denjenigen des Partners oder der Partnerin neu und anders kennenzulernen. Und aus dieser neuen Körperwahrnehmung heraus all das, was man schon zu kennen glaubt, noch einmal neu zu entdecken. Viel Spass auf dieser Reise der Sinnlichkeit!

Deine Meinung