Zürich– Brüssel: Wie lange muss Swiss auf Brüssel-Flüge verzichten?
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Zürich– BrüsselWie lange muss Swiss auf Brüssel-Flüge verzichten?

Am von den Terror-Anschlägen schwer beschädigten Brüsseler Flughafen steht noch immer alles still. Airlines annullieren Flüge – auch die Swiss ist betroffen.

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gbr/sda
Swiss-Flugzeuge des Typs Avro RJ100 am Boden (Aufnahme vom April 2007): Wie lange die Flüge von und nach Brüssel ausfallen, kann derzeit niemand sagen. (Symbolbild).

Swiss-Flugzeuge des Typs Avro RJ100 am Boden (Aufnahme vom April 2007): Wie lange die Flüge von und nach Brüssel ausfallen, kann derzeit niemand sagen. (Symbolbild).

Keystone/Georgios Kefalas

Eine Woche nach den islamistischen Selbstmordattentaten in Brüssel können am Brüsseler Flughafen immer noch keine Passagiermaschinen starten. Ursprünglich hatte es geheissen, am Mittwoch werde es so weit sein. Doch dem ist nicht so: Auch am siebten Tag nach den Anschlägen blieb der Flughafen für den Reiseverkehr geschlossen. «Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der Personenverkehr könne nicht vor Donnerstagnachmittag aufgenommen werden», teilte der Airport mit.

Doch die Zahlen, die deutsche Medien publik machten, lassen nicht auf baldige Besserung der Zustände hoffen. Die Airport-Leistung vor dem Anschlag habe 5000 Passagiere pro Stunde betragen. Das nun eingerichtete Provisorium vor dem Flughafen – die Abflughalle ist zerbombt, ihr Wiederaufbau wird Monate dauern – kann derzeit höchstens 800 Passagiere pro Stunde abwickeln. Dies auch wegen der massiv erhöhten Sicherheitsmassnahmen: kein Gepäckstück, das vorher nicht durchleuchtet wurde, darf einen geschlossenen Raum des Flughafengeländes erreichen.

«Kosten sind sehr schwer zu beziffern»

Auch die Swiss-Flüge von der Schweiz nach Brüssel sind betroffen. «Zum jetzigen Zeitpunkt steht fest, dass Swiss einschliesslich bis Sonntag, 3. April, nicht nach Brüssel fliegen wird», sagt Sprecherin Karin Müller zu 20 Minuten. Und wie sieht es am Montag aus? Wann der Flughafen die volle Kapazität erreichen wird, das kann derzeit niemand sagen. Müller: «Wir stehen in engem Kontakt mit dem Flughafen und werden informieren, sobald bekannt ist, ob Swiss ihren Flugbetrieb nach Brüssel nächste Woche wieder aufnehmen kann.»

Mit bis zu 5000 Passagieren pro Stunde lässt sich der wirtschaftliche Schaden der Attentate allein für den Flughafen und die betroffenen Airlines nur erahnen. «Bei solch tragischen Ereignissen, die einen Flughafen so stark in Mitleidenschaft ziehen und den Betrieb verunmöglichen, entstehen natürlich Kosten auf Seiten der Fluggesellschaften», sagt Karin Müller. Allerdings seien diese nur schwer zu beziffern – und für Swiss hielten sie sich auch «in Grenzen, da wir unseren Kunden bereits Stunden nach Bekanntwerden der Anschläge die Möglichkeit angeboten haben, ihren Flug kostenlos umzubuchen».

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