Aktualisiert 30.10.2016 09:18

SeismographenWie man Erdbeben-Stärken misst

Weltweit kommen jährlich etwa 100'000 Beben der Stärke 3 vor. Ein Grossbeben hat mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

von
nag
Ein Mitarbeiter des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie. (Archiv)

Ein Mitarbeiter des Philippinischen Instituts für Vulkanologie und Seismologie. (Archiv)

Keystone/Bullit Marquez

Die Stärke von Erdbeben wird mit Seismographen gemessen. Die Geräte zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannte Magnitude. Weltweit kommen jährlich etwa 100'000 Beben der Stärke 3 vor. Rund 1600 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Grossbeben hat mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise in der Region unterschiedliche Auswirkungen haben. Meist gilt:

Die Intensität des Bebens nimmt dabei nicht gleichmässig nach oben zu – mit jedem Stärke-Punkt Unterschied steigt die Erschütterungsenergie vielmehr um über das 30-Fache.

Ein Beben der Stärke 6 setzt rund 1000 Mal so viel Energie frei wie ein Beben der Stärke 4. Die Energie eines solchen Bebens der Stärke 6 entspricht in etwa derjenigen der Atombombenexplosion über Hiroshima.

Richters Skala

Früher wurde die Erdbebenstärke nach der sogenannten Richterskala bestimmt. Der US-Geophysiker Charles Francis Richter hatte die Skala 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet, wo es entlang des Sankt-Andreas-Grabens häufiger zu Erdstössen kommt.

Die klassische Richterskala gilt jedoch bei grossen Beben als nicht besonders genau. Erdbebenforscher verwenden deshalb heute modernere Magnituden-Skalen.

Ursache der Beben ist ein ruckartiger Abbau von Spannungen, die sich durch Reibungen von Erdplatten aneinander oder durch das Abtauchen der einen Platte unter eine andere ergeben können. (nag/sda)

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