Aktualisiert 01.06.2011 11:53

Sicher im Internet

Wie man PC und Mac richtig schützt

Auf Surfer lauern heutzutage überall im Netz Gefahren. Dabei lassen sich die grössten Risiken mit wenigen Handgriffen ausschalten.

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dsc
Wer ein paar einfache Grundregeln beachtet, kann sich wirkungsvoll vor Angriffen schützen. (Bild: Colourbox)

Wer ein paar einfache Grundregeln beachtet, kann sich wirkungsvoll vor Angriffen schützen. (Bild: Colourbox)

Unbekannte versuchen, in den PC oder Mac einzubrechen, um Daten zu klauen und damit grosse Schäden anzurichten. Ausserdem droht der Befall mit Viren, Würmern und Trojanern. Wir haben die wichtigen Fragen und Antworten rund um die Sicherheit des eigenen Computers zusammengestellt.

Wie kann man sich schützen?

Experten raten zu regelmässigen Updates des Betriebssystems und der installierten Programme. Eine Firewall und ein Antiviren-Programm sind heutzutage Pflicht. Vor allem aber sollten die Internetnutzer den gesunden Menschenverstand walten lassen. Anhänge von E-Mails unbekannter Absender sollten nicht geöffnet werden, auch dann nicht, wenn es sich dem Anschein nach um PDF-Dateien handelt. Wer sich auf zwielichtigen Websites herumtreibt oder über dubiose Kanäle Software runterlädt, handelt sich eher Ärger mit Computer-Schädlingen ein.

Welche Virenprogramme kann man nehmen?

Die meisten seriösen Hersteller von Anti-Viren-Software bieten kostenlose Versionen ihrer Programme an, die zwar nicht alle Funktionen enthalten, aber für den privaten Nutzer völlig ausreichen. Drei Beispiele für Windows-Computer stammen von AVG, Avast und Avira. Nutzer wählen einfach die als «free» gekennzeichnete Version.

Auch Mac-Besitzer sollten ihren Rechner schützen, beispielsweise mit dem kostenlos verfügbaren Antivirus-Programm von Sophos.

Auf keinen Fall sollten Computerbesitzer einfach den Begriff Virenscanner googeln und dann irgendein Programm aus den Suchresultaten wählen. Denn genau dabei können sie auf Kriminelle reinfallen, die mit sogenannter Scareware Geld verdienen wollen. Das Programm zeigt dann ein angebliches Virus an und behauptet, der verunsicherte Nutzer brauche ein weiteres - natürlich kostenpflichtiges - Programm, um den Schädling loszuwerden.

Welche Gefahren lassen sich beim Surfen und bei E-Mails umschiffen?

Mit ein paar Grundeinstellungen an Browser und E-Mail-Programm lassen sich die meisten Gefahren vermeiden. Wer E-Mails konsequent nur als Text anzeigen lässt und die HTML-Funktion ausschaltet, sieht zwar keine bunten Nachrichten mehr, vermeidet damit aber auch die meisten Gefahren, die darüber den Rechner erreichen können.

Im Browser sollten Nutzer die Funktionen der sogenannten Cookies einschränken, um den angesteuerten Webseiten nicht allzu viel über sich zu verraten. Cookies enthalten Informationen über das Nutzerverhalten, die auf dem Computer gespeichert werden. Die gängigen Browser ermöglichen es, zum Beispiel die Cookies von Drittanbietern zu verbieten oder das automatische Löschen all dieser Informationen beim Schliessen des Programms einzustellen.

Ein weiteres Einfallstor für Schadprogramme sind sogenannte aktive Inhalte - Funktionen wie JavaScript. Experten warnen deshalb davor, sie standardmässig zu aktivieren. Für den Browser Firefox gibt es zum Beispiel das Zusatzprogramm «noscript», über das sich die Skripte flexibel an- und ausschalten lassen.

Was kann man tun, um die Schäden im Falle einer Infizierung gering zu halten?

Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall, dass trotz aller Vorsicht ein Schadprogramm auf den Computer gelangt. Bei Problemen gilt es, die Internet-Verbindung des infizierten Geräts sofort zu kappen. Anschliessend sollte von einer sicheren System-CD aus gestartet werden.

Durch ein Systemabbild lässt sich die ganze Festplatte mit allen installierten Programmen sichern. Wer das «Image» auf einer externen Festplatte erstellt hat, kann alle Daten auf einen Schlag wiederherstellen, wenn der Computer nach einer Infizierung neu aufgesetzt werden muss. (dsc/dapd)

Anti-Virus von F-Secure auch für Mac

Die finnische IT-Sicherheitsfirma F-Secure hat ihr Antiviren-Programm jetzt auch für Mac-Rechner veröffentlicht. Die Apple-Computer würden bei Privatanwendern und Unternehmen immer beliebter und damit als Angriffsziel für Hacker interessanter, erklärte F-Secure. Die Programme bieten den Angaben zufolge einen Echtzeit-Antivirenschutz und auch einen sogenannten Panik-Button, mit dem sich jeder Datenverkehr unterbrechen lässt. Das Anti-Virus-Programm kann über die Website von F-Secure heruntergeladen werden.

(dapd)

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