27.07.2020 19:01

#ChangeHollywood

Wie Michael B. Jordan Hollywood von Rassismus befreien will

Schauspieler Michael B. Jordan hat einen detaillierten 18-Punkte-Plan lanciert, mit dem er etwa rassistischen Inhalten in Filmen entgegenwirken und schwarze Talente fördern will.

von
Christina Duss
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Der Schauspieler und Produzent Michael B. Jordan (33, «Creed», «Black Panther») hat die #ChangeHollywood-Initiative lanciert.

Der Schauspieler und Produzent Michael B. Jordan (33, «Creed», «Black Panther») hat die #ChangeHollywood-Initiative lanciert.

Instagram / michaelbjordan
Darin sind konkrete Schritte aufgelistet, die Produktionsfirmen helfen sollen, sich auf antirassistische Inhalte und «authentische afroamerikanische Storys und Newcomer» zu fokussieren.

Darin sind konkrete Schritte aufgelistet, die Produktionsfirmen helfen sollen, sich auf antirassistische Inhalte und «authentische afroamerikanische Storys und Newcomer» zu fokussieren.

Instagram / michaelbjordan
Schon 2018 erklärte der US-Schauspieler – hier zu sehen mit Rapper Jay Z (50) –, dass seine Produktionsfirma Outlier Society bei allen künftigen Projekten nur noch mit einem «Inclusion Rider» arbeiten werde – einer Klausel in Verträgen, die zum Beispiel die Anstellung von mehr Frauen oder Angehörigen von Minderheiten vor und hinter der Kamera vorsehen kann

Schon 2018 erklärte der US-Schauspieler – hier zu sehen mit Rapper Jay Z (50) –, dass seine Produktionsfirma Outlier Society bei allen künftigen Projekten nur noch mit einem «Inclusion Rider» arbeiten werde – einer Klausel in Verträgen, die zum Beispiel die Anstellung von mehr Frauen oder Angehörigen von Minderheiten vor und hinter der Kamera vorsehen kann

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Darum gehts

  • Der Schauspieler und Produzent Michael B. Jordan hat die #ChangeHollywood-Initiative lanciert.
  • Darin sind konkrete Schritte aufgelistet, die Produktionsfirmen helfen sollen, sich auf antirassistische Inhalte und «authentische afroamerikanische Storys und Newcomer» zu fokussieren.
  • Jordans Film «Just Mercy» wurde bereits gemäss den Empfehlungen eines «Inclusion Rider» realisiert.

Während der derzeitigen sozialen Unruhen in den USA haben sich zahlreiche Prominente zu der «Black Lives Matter»-Bewegung geäussert, viele davon haben Geld gespendet.

Hollywood hat zudem geschlossen auf die Misstände in der Branche hingewiesen: Im Juni haben mehr als dreihundert schwarze Filmschaffende einen offenen Brief unterzeichnet, worin ein Systemwandel im Filmbusiness verlangt wird.

Der 18-Punkte-Plan

Auch Schauspieler und Produzent Michael B. Jordan (33) hat den Brief unterzeichnet. Jetzt geht der «Creed»- und «Black Panther»-Schauspieler noch einen Schritt weiter: Soeben hat Jordan die #ChangeHollywood-Initiative lanciert, worin er mit konkreten Empfehlungen auflistet, wie sich etwa Produktionsfirmen auf antirassistische Inhalte und «authentische afroamerikanische Storys und Newcomer» fokussieren können.

«Wir alle sind Komplizinnen und Komplizen im Kampf um eine Veränderung in Hollywood, und wir laden Kreative und Branchengrössen ein, bei uns mitzumachen», sagt Jordan gegenüber «Hollywood Reporter».

Achtzehn Punkte sind im Plan insgesamt aufgelistet, unter anderem empfiehlt #ChangeHollywood den Filmschaffenden:

  • Unabhängige Securityfirmen anzustellen. «Stoppt alle Beiträge an die Polizeigewerkschaften.»
  • «Stellen Sie sicher, dass Sie mehrere schwarze Entscheidungsträgerinnen und -träger buchen.»
  • «Legen Sie offen, wie es um die kulturelle Vielfalt in ihrer Crew steht.»

Jordan war bereits vor den aktuellen sozialen Unruhen aktiv

Schon 2018 erklärte der US-Schauspieler, der im kalifornischen Santa Ana geboren ist, dass seine Produktionsfirma Outlier Society bei allen künftigen Projekten nur noch mit einem «Inclusion Rider» arbeiten werde – einer Klausel in Verträgen, die zum Beispiel die Anstellung von mehr Frauen oder Angehörigen von Minderheiten vor und hinter der Kamera vorsehen kann. Kurz darauf verpflichtete sich Warner Media dazu, die Klausel unternehmensweit einzuführen.

Das Justizdrama «Just Mercy» ist 2019 als erster Film im Rahmen des «Inclusion Rider» entstanden. Michael B. Jordan spielt darin die Hauptrolle des Anwalts Bryan Stevenson, der alles daransetzt, Opfern des rassistischen Justizsystems von Alabama faire Prozesse zu ermöglichen.

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