Perfektionismus überwinden - 5 einfache Tipps für mehr Pragmatismus
Wie perfektionistisch bist du? Mach den Test und erfahre, wie du aus der Perfektionismus-Falle kommst.

Wie perfektionistisch bist du? Mach den Test und erfahre, wie du aus der Perfektionismus-Falle kommst.

Pexels/Liza Summer
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Perfektionismus ablegenWie perfektionistisch bist du? Unser Test verrät es dir

Wer zu perfektionistisch ist, steht sich selbst im Weg. Mach unseren Test und checke unsere fünf Experten-Tipps, die dir aus der Perfektionismus-Falle helfen.

von
Gloria Karthan

«Ständige Höchstleistungen sind weder möglich noch nötig», sagt Coach und Autor Attila Albert, der in seinem neu erschienenen Buch «Perfektionismus ist ein Arschloch» für mehr Pragmatismus plädiert. «Unerreichbar hohe Ansprüche – an sich selbst und auch andere – führen zu ständigen Enttäuschungen, überlasten und frustrieren», so Albert.

Niemand kann ständig perfekt sein, manchmal haben wir diesen Anspruch aber an uns selbst. Kennst du das von dir? Mach den Test und finde heraus, wie perfektionistisch du bist.

Mach den Test: Wie perfektionistisch bist du?

5 Praxistipps gegen Perfektionismus

Und, was hat dein Selbsttest ergeben? Falls du eher perfektionistisch bist, kommen nachfolgend ein paar Experten-Tipps von Coach Attila Albert, wie du dich davon befreien kannst.

1. Aufgaben nach Wichtigkeit ordnen

Es ist unmöglich, jede Aufgabe perfekt zu erledigen. Entscheide deshalb immer, wo das überhaupt notwendig ist. Für kurzlebige Standardaufgaben im Berufs- und Privatleben genügt fast immer ein durchschnittlich gutes Ergebnis. Damit verschaffst du dir Zeit und Energie, um langfristig bedeutsame Aufgaben möglichst perfekt zu erledigen.

2. Regelmässig Projekte streichen

Manche Arbeitgebende verteilen immer neue Aufgaben an die Mitarbeitenden, die nebenbei erledigt werden sollen. Kurzzeitig geht das. Auf Dauer summieren sich die Projekte und überlasten dich. Auch privat nimmst du dir vielleicht ständig mehr vor. Überlege dir deshalb regelmässig, welche Projekte du ersatzlos streichen kannst.

3. Prioritäten statt To-do-Listen

Klassische Aufgabenlisten stressen schnell zusätzlich, weil du nie alles davon erledigen kannst. Prioritätenlisten sind da besser: Was oben steht, ist wichtig. Diese Aufgaben sind entscheidend und auf genau die konzentrierst du dich. Je weiter unten, desto unwichtiger. Was dort steht, kannst du gelassen angehen.

Du schreibst gerne To-do-Listen? Das solltest du überdenken.

Du schreibst gerne To-do-Listen? Das solltest du überdenken.

Ivan Samkov/Pexels

4. Mehr Spontanität üben

Übe im Alltag, die Dinge ein wenig lockerer und spontaner anzugehen. Deine Freizeit ist bisher perfekt durchgeplant? Halte dir ab sofort einen Abend frei, an dem du einfach mal schaust, worauf du Lust hast und wie es sich entwickelt. Du organisierst deine Ferien bisher von A-Z durch? Buche einmal nur Anfang und Ende der Reise und fahre ein paar Tage spontan herum. Damit trainierst du ohne grosses Risiko deinen Pragmatismus.

5. Verantwortung teilen

Gewöhn dir an, anstehende Aufgaben gemeinsam mit denen zu erledigen, die auch davon profitieren. Im Job, aber auch im Privatleben: Wenn du zu Hause bisher immer die Wäsche machst, weil sich dein Partner oder deine Partnerin «nicht so damit auskennt» – lass sie oder ihn die Aufgabe trotzdem mal machen. Wenn ihr Ferien macht, können auch Kinder etwas beisteuern, etwa beim Kochen oder Aufräumen. Das stärkt den Zusammenhalt und befreit dich davon, immer allein für alles verantwortlich zu sein.

Über Attila Albert

Journalist, Coach und Buchautor Attila Albert, 48, beschäftigt sich schon lange tiefergehend mit Psychologie, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung. In Los Angeles und Chicago liess er sich 2011 zum Coach ausbilden. In Seminaren, Vorträgen und persönlichen Coachings im deutschsprachigen Raum begleitet er Menschen und Unternehmen, die sich verändern und besser kommunizieren wollen.

Tyler Ramsey

Anfang April ist sein Ratgeber «Perfektionismus ist ein Arschloch» mit Fallbeispielen aus acht Lebensbereichen (etwa Beruf, Beziehung, Dating, Freizeit, Geld) und vielen Praxistipps bei Gräfe und Unzer erschienen. Es hat 192 Seiten und ist für rund Fr. 23.90 im Buchhandel erhältlich.

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