29.05.2018 09:59

Messflüge mit Superpuma

Wie radioaktiv sind Solothurn und Freiburg?

Heute Dienstag kreisen im Mittelland Superpumas und sorgen mit ihrem Lärm für Aufmerksamkeit. Es handelt sich um Radioaktivitäts-Messflüge.

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Am Dienstag werden die alljährlichen Radioaktivitäts-Messflüge durchgeführt. Dabei überfliegt ein Super-Puma Helikopter die Messgebiete in rund 90 Metern Höhe über Boden in parallelen Bahnen.

Am Dienstag werden die alljährlichen Radioaktivitäts-Messflüge durchgeführt. Dabei überfliegt ein Super-Puma Helikopter die Messgebiete in rund 90 Metern Höhe über Boden in parallelen Bahnen.

Keystone/Peter Schneider
Am Nachmittag wird ein Superpuma in Solothurn seine Bahnen ziehen.

Am Nachmittag wird ein Superpuma in Solothurn seine Bahnen ziehen.

Keystone/Anthony Anex
Tagsüber ist der Heli auch über der Stadt Freiburg in der Luft.

Tagsüber ist der Heli auch über der Stadt Freiburg in der Luft.

Keystone/Thomas Delley

Derzeit werden die alljährlichen Radioaktivitäts-Messflüge der Nationalen Alarmzentrale NAZ durchgeführt. Dabei überfliegt ein Super-Puma Helikopter die Messgebiete in rund 90 Metern Höhe über Boden in parallelen Bahnen.

Heuer werden die Städte Solothurn und Freiburg überflogen und ausgemessen. Dazu werden routinemässige Flüge in der Umgebung der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt sowie des Paul-Scherrer-Instituts und des Zwischenlagers Zwilag durchgeführt.

Auch in Bern wird gemessen

Am Montag wurde auch in einem grenznahen Gebiet in Deutschland gemessen. Diese Messung erfolgt im Auftrag der Deutsch-Schweizerischen Kommission für die Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen (DSK). Weitere Flüge finden in den Gebieten des Mont-Vully und Ins sowie auf der Strecke Bern-Thun-Spiez-Kandertal statt. Mit der Messung des Höhenprofils über dem Genfersee werden die Messaktivitäten abgeschlossen.

Die NAZ verfolgt seit mehreren Jahren ein Messprogramm, das die natürliche Radioaktivität in den Städten der Schweiz misst. Dank diesen Messresultaten können bei einem Ereignis mit Verdacht auf erhöhte Radioaktivität Abweichungen vom Normalzustand einfacher festgestellt werden, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI am Dienstag mitteilte.

Lärmbelastung für Bevölkerung

Bei den Messungen überfliegt ein Helikopter die Messgebiete in rund 90 Metern Höhe in parallelen Bahnen. Um die Lärmbelastung für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, wird eine Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr eingehalten. Die Flüge enden um 17 Uhr. Bei schlechtem Flugwetter werden die Flüge verschoben oder abgesagt. (sda)

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