Galaxy S4: Wie Samsung das iPhone schlagen kann
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Galaxy S4Wie Samsung das iPhone schlagen kann

Das neue Galaxy wird mit grösster Wahrscheinlichkeit wieder schneller, grösser und schärfer. Doch reicht das gegen das iPhone? Samsung hätte ganz andere Möglichkeiten, Apple zu übertrumpfen.

von
owi
Das neue Galaxy S4 wird am 14. März in New York enthüllt. 20 Minuten Online wird vor Ort berichten.

Das neue Galaxy S4 wird am 14. März in New York enthüllt. 20 Minuten Online wird vor Ort berichten.

Apple hat es Ende 2012 mit dem iPhone 5 verpasst, neue Massstäbe zu setzen. Inzwischen ist nicht nur die Marktführerschaft dahin, auch der Nimbus des Innovationsleaders ist verflogen. Frischen Wind in die Smartphone-Welt brachten in letzter Zeit ausgerechnet BlackBerry mit dem Z10 oder Nokia mit dem Lumia 920, also die einstigen Mobile-Giganten, die inzwischen nur noch Underdog-Status geniessen. Den schlafenden Koloss Apple sollte man zwar nie abschreiben, aber die Innovationsschwäche eröffnet dem neuen Smartphone-König Samsung die Chance, mit dem Galaxy S4 den Platz auf dem Mobile-Thron zu festigen.

Das neue Flaggschiff wird am 14. März vorgestellt. Es ist Samsungs wichtigste Produkteinführung in diesem Jahr und sie dürfte die Vormachtsstellung des Mischwarenkonzerns weiter festigen. Weltweit laufen drei von zehn verkauften Smartphones bei den Südkoreanern ab dem Fliessband. Samsungs Dominanz ist inzwischen gar Android-Entwickler Google suspekt. Dem Galaxy-Entwickler kanns egal sein. Für ihn stellt sich die Frage, was die Konsumenten vom Galaxy S4 erwarten und wie die Marke Galaxy weiter gestärkt werden kann.

Macht es magisch

Das bekannte US-Techportal Mashable hat mehrere Wege aufgezeigt, wie Samsung das iPhone schlagen kann: Technisch muss sich das Galaxy längst nicht mehr vor dem iPhone verstecken, doch das neue S4 brauche etwas «Magisches». Eine neue Funktion, die den «Wow»-Effekt hervorruft. BlackBerry ist das Kunststück beim neuen Z10 eindrücklich gelungen: Das Smartphone lässt sich mit einer Wischbewegung aus dem Schlafmodus holen – ohne dass ein physikalischer Knopf gedrückt werden muss. Vielleicht lässt sich das S4 aktivieren, indem man lediglich in die Frontkamera schaut oder zu ihm spricht. Das wäre die «Magie», die Samsung überall ins Gespräch bringen würde.

Macht es einfacher

Punkten könnte Samsung auch mit besserer Software, respektive einem intuitiven Ökosystem. Es reicht nicht, den Kunden 50 Gigabyte Gratis-Speicher beim Online-Speicherdienst Dropbox vor die Füsse zu knallen. Apple liefert mit der iCloud lediglich fünf Gigabyte Gratisspeicher, dafür muss sich der Nutzer um kaum etwas kümmern. Fast wie von Geisterhand landen die Fotos im Onlinespeicher und werden zwischen den Apple-Geräten synchronisiert.

Das funktioniert auch beim Galaxy. Samsung greift hierzu aber auf eine Kombination aus eigenen Diensten, Apps von Drittanbietern sowie auf Lösungen von Google zurück. Dem Nutzer stehen so zwar diverse Alternativen offen, wie er seine Daten verwalten will, er verliert aber auch schneller den Durchblick, wo er seine Fotos, Musik, Dokumente etc. gespeichert hat. Das S4 wäre einfacher zu nutzen, wenn Samsung alle Dienste aus eigener Hand anbieten oder voll und ganz auf Google setzen würde.

Macht es zum Portemonnaie

Fest steht, dass Samsung das Galaxy S4 als Portemonnaie-Ersatz positionieren will. Mit der neuen App Wallet können Eintrittskarten, Bordkarten, Ausweise und Coupons an einem zentralen Ort verwaltet und gespeichert werden. Solche Apps bieten auch Apple für das iPhone und Microsoft für Windows Phone an. Doch noch hat sich kein technischer Standard für das Bezahlen mit Smartphones durchgesetzt. Als Marktführer, der mit Abstand am meisten Geräte verkauft, dürfte Samsung ein wichtiges Wörtchen mitzureden haben, wie wir künftig mit Smartphones bezahlen werden.

Eine schnelle, sichere und praktikable Portemonnaie-Funktion könnte dem S4 einen Vorsprung verschaffen. Aktuell sieht es allerdings nicht danach aus: Bargeldloses Bezahlen durch einfaches Berühren eines Lesegeräts gehört anscheinend noch nicht zum Funktionsumfang des S4. Gegenüber dem Tech-Portal The Verge erklärte Samsung, man habe darauf verzichtet, da die Händler derzeit noch Strichcodes bevorzugten. So müssen sie keine zusätzliche Hardware anschaffen.

Was erhoffen Sie sich vom Galaxy S4? Lassen Sie uns Ihre Meinung in der Kommentarfunktion wissen.

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