Terror-Prozess: Wie sind sie mit Al-Kaida verbandelt?
Aktualisiert

Terror-ProzessWie sind sie mit Al-Kaida verbandelt?

Zwei weitere mutmassliche Al-Kaida-Aktivisten müssen sich vor dem Oberlandesgericht Koblenz wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie Verstössen gegen das Aussenwirtschaftsgesetz verantworten.

Nach Ermittlungen der Bundesanwaltschaft sollen die beiden Terrorverdächtigen Sermet I. und Ömer Ö. spätestens seit 2004 dem islamistischen Terrornetzwerk angehört haben.

So soll Ö. 2005 und 2006 Bargeld und Ausrüstungsgegenstände für Al Kaida beschafft haben, darunter auch eine kugelsichere Weste und Bargeld. Darüber hinaus soll er mindestens zwei potenzielle Kämpfer für die Terrororganisation in Deutschland rekrutiert haben. Dazu zählen die Ermittler den Bonner Islamisten Bekkay Harrach, der Anfang dieses Jahres in einem gegen Deutschland gerichteten Video auftauchte. Anfang 2006 soll Ö. zudem in einem Terrorcamp im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet im Umgang mit Waffen ausgebildet worden sein.

Auch Sermet I. soll Ausrüstung und Geld für Al Kaida beschafft haben. Beide Beschuldigten arbeiteten offenbar eng mit dem Schmuckhändler Aleem N. zusammen, der als eine Schlüsselfigur von Al Kaida in Deutschland galt. Aleem N. war am 13. Juli vom Oberlandesgericht Koblenz zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden. (dapd)

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