Aktualisiert 20.10.2013 18:10

Lieber Phil Geld

Wie vermeide ich Roaming-Gebühren an der Grenze?

Karl hat in Grenznähe ein Telefonat mit seinem Handy geführt. Obwohl er sich in der Schweiz befand, muss er jetzt den Auslandtarif bezahlen. Wie lässt sich das vermeiden?

Funkwellen machen nicht an Grenzen Halt. So kann es passieren, dass sich das Handy in ein Netz aus dem Ausland einbucht, wenn man der Grenze zu nahe kommt.

Funkwellen machen nicht an Grenzen Halt. So kann es passieren, dass sich das Handy in ein Netz aus dem Ausland einbucht, wenn man der Grenze zu nahe kommt.

Lieber Phil Geld

Letzten Monat besuchte ich den Rheinfall bei Schaffhausen. Dort musste ich trotz Abo den Auslandstarif bezahlen, obwohl ich stets innerhalb der Schweiz blieb. Ich bekam zwar eine Mitteilung von Vodafone (Deutschland). Dennoch ist es störend, dass innerhalb der Landesgrenze ein Auslandtarif verrechnet werden kann. Wie schützt man sich davor?

Lieber Karl

Funkwellen machen nicht an Grenzen Halt. So kann es passieren, dass sich das Handy in ein Netz aus dem Ausland einbucht, wenn man der Grenze zu nahe kommt. Dann entstehen bei Telefonaten oder Datenverbindungen Roamingkosten. Entscheidend für den Tarif ist nicht das Land, in dem man sich aufhält. Vielmehr hängen die Preise davon ab, in welchem Netz man gerade eingebucht ist.

Wer in Schweizer Grenzgebieten unterwegs ist, sollte darum sein Handy auf manuelle Netzwahl umstellen. Wenn das Netz manuell gewählt wird oder die Roaming-Funktion deaktiviert ist, bleibst du auch bei schlechtem Empfang auf dem eingestellten Netz. Nur solltest du dann bei effektiven Reisen ins Ausland nicht vergessen, die Sperre wieder aufzuheben. Wie das funktioniert, steht in der Bedienungsanleitung des Telefons. Bei Swisscom kann man auf der Gratis-Hotline 0800 800 800 sämtliche Roamingdienste sperren lassen.

Mühsam ist die Roaming-Geschichte für Schweizer, die sich öfter auf beiden Seiten in der Nähe der Grenze aufhalten. Die Schweizer Netze sind kurz hinter der Grenze nicht mehr zu empfangen. Schweizer müssen darum relativ schnell auf teure ausländische Roaming-Partner umschalten.

Hingegen dauert es auf der Rückfahrt relativ lange, bis das Handy wieder automatisch auf das Schweizer Netz zurückschaltet. Der Grund liegt laut Auskunft von Swisscom oft darin, dass die Schweizer Anbieter mit rund zehnmal schwächeren Signalen operieren müssen als die Konkurrenz in Deutschland oder Österreich. Der höhere Grenzwert in Deutschland und Österreich entspricht übrigens jenem, den die internationale Strahlenschutzkommission empfiehlt. Ausser der Schweiz haben Italien, Belgien und Liechtenstein klar tiefere Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder, als vom internationalen Fachgremium empfohlen wird.

Freundlich grüsst

Phil Geld

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