«Wie weiter?»: Individuelle Hilfe für Junge ohne Arbeit
Aktualisiert

«Wie weiter?»: Individuelle Hilfe für Junge ohne Arbeit

Die Jugendberatungsstelle «Wie weiter?» begleitet seit neun Jahren stellenlose Jugendliche bei der Lehrstellensuche – mit Erfolg.

«Ich möchte gerne Bestatterin werden», sagt die 19-jährige Céline, die vor einigen Wochen zur Jugendberatungsstelle «Wie weiter?» gekommen ist. Seit neun Jahren beraten, betreuen und vermitteln die Mitarbeiter der Institution Schulabgänger ohne Lehrstelle und Lehrabbrecher.

Im letzten Jahr nahmen 184 Jugendliche das Angebot in Anspruch. Dieses Jahr rechnet die Leiterin der Jugendberatungsstelle, Beatrice Ledergerber, sogar noch mit mehr, obwohl die Situation auf dem Lehrstellenmarkt besser geworden ist.

«Es fehlt vor allem an Angeboten für schulisch Schwächere», stellt sie fest. Beinahe zwei Drittel könnten nach drei Monaten vermittelt werden, der Rest bleibe, bis eine Anschlusslösung gefunden werde. Schulische Defizite würden durch individuelle Lernprogramme in dreimonatigen Berufstrainings schrittweise abgebaut, um die Qualifikationen den Berufswünschen anzupassen.

Bei den Jugendlichen kommt das Angebot gut an. «Das Bewerbungstraining finde ich super», erzählt die 16-jährige Jasmin. Auch der gleichaltrige Ali ist

überzeugt, dass ihn «Wie weiter?» seinem Ziel – Büroassistent – näher bringen wird.

Lukas Hausendorf

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