«Tags and The City»: Wie Weltstädte in Hashtags aussehen
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«Tags and The City»Wie Weltstädte in Hashtags aussehen

Worüber wird in Berlin-Mitte am heissesten diskutiert? Wo gibt es in New York den besten Burger? Neue Stadtkarten liefern die Antwort.

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So sieht die Tech-Hauptstadt San Francisco in Hashtags aus.

So sieht die Tech-Hauptstadt San Francisco in Hashtags aus.

Tags And The City
Besonders gute Streetart gibt es offensichtlich rund um die Haltestelle 16th St. Mission zu sehen, während eine Station weiter, an der Church & 18th Street, Glacé das Highlight ist. Eine kurze Onlinesuche ergibt, dass damit wohl das Eiscafé Bi-Rite Creamery gemeint ist.

Besonders gute Streetart gibt es offensichtlich rund um die Haltestelle 16th St. Mission zu sehen, während eine Station weiter, an der Church & 18th Street, Glacé das Highlight ist. Eine kurze Onlinesuche ergibt, dass damit wohl das Eiscafé Bi-Rite Creamery gemeint ist.

Tags And The City
Berlin in Hahshtags: Nicht alle Stationen wurden für die Karte berücksichtigt, nur die 100 mit den meisten Hashtags in der Umgebung.

Berlin in Hahshtags: Nicht alle Stationen wurden für die Karte berücksichtigt, nur die 100 mit den meisten Hashtags in der Umgebung.

Tags And The City

Würden Instagrammer Berlins S-Bahn-Stationen benennen, würde Prenzlauer Allee #planetarium heissen: «Tags and The City» tauscht die Namen von U-Bahn-Stationen mit dem Hashtag aus, der in deren Nähe am häufigsten benutzt wird. So erhält man einen guten Überblick darüber, was in der Gegend besonders beliebt oder sehenswert ist. Das kann ein Restaurant, ein Museum oder ein Laden sein. Bislang existieren die Social-Media-Stadtpläne für New York, London, San Francisco, Berlin und Paris.

Nehmen wir ein Beispiel aus der französischen Hauptstadt: Im Umkreis der Metro-Station «Palais Royal – Musée du Louvre» werden besonders oft Bilder mit dem Hashtag #MonaLisa gepostet. Auf der «Tags And The City»-Karte wird der Name der Haltestelle folglich mit #MonaLisa ersetzt.

Für eine bessere Orientierung ist der Originalname der Station jeweils klein auf der Karte vermerkt. So erfährt man auch, dass man nach einer Besichtigung des berühmtesten Gemäldes der Welt in Gehdistanz eine nette Apéro-Bar findet: Die Terrasse des Restaurant Kong hatte schon in «Sex and the City» einen Auftritt.

Was Instagram über uns verrät

Erstellt wurden die «Tags And The City»-Karten vom Journalisten Tin Fischer. Vor kurzem hat der in Berlin wohnhafte Schweizer sein Buch «Nach dem Wochenende bin ich erst mal #krank» veröffentlicht. Zusammen mit dem Informatiker David Goldwich hat Fischer etliche Gigabyte Fotodaten untersucht, um beispielsweise herauszufinden, welche Haustiere am beliebtesten sind, wann welche alkoholischen Getränke konsumiert werden oder welche Körperregionen am besten ankommen. Die Ergebnisse wurden in Grafiken verpackt und geben spannende, teils entlarvende Einblicke in unseren Alltag. Erschienen bei Piper.

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