Schnell und effektiv: Wie wird man Warzen am besten los?
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Schnell und effektivWie wird man Warzen am besten los?

Warzen sind lästig. Vor allem, weil sie immer wieder kommen. Dabei lässt sich das Rückfallrisiko deutlich reduzieren – mit der richtigen Therapie.

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Ein Schwimmbadbesuch ist schön, doch mitunter auch folgenreich.

Ein Schwimmbadbesuch ist schön, doch mitunter auch folgenreich.

Flickr.com/Evonne/CC BY 2.0
Denn wer auf Badelatschen verzichtet, bringt häufig eine Warze unter dem Fuss mit.

Denn wer auf Badelatschen verzichtet, bringt häufig eine Warze unter dem Fuss mit.

iStock/Damiangretka
Doch nicht nur dort treten die unschönen Hautwucherungen auf. Ebenfalls häufig betroffen sind die Hände.

Doch nicht nur dort treten die unschönen Hautwucherungen auf. Ebenfalls häufig betroffen sind die Hände.

Wikimedia Commons/Klaus D. Peter/CC BY 3.0 de

Warzen (Verrucae) entstehen nicht einfach so, sondern werden durch Viren hervorgerufen (siehe Box). Meist werden sie beim Händedruck oder über die Füsse in Schwimmbad oder Sauna übertragen.

Zwar sind die unschönen Hautwucherungen in der Regel harmlos, aber auch hartnäckig: Sind sie erst einmal da, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Und wenn die Entfernung doch gelingt, kommen sie häufig zurück.

Therapien auf dem Prüfstand

Wie sich dieses Übel am besten abwenden lässt, beschreiben Forscher der Universität Modena und Reggio Emilia in Italien im «Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology».

Dafür teilten sie die rund 200 Probanden, die alle zum ersten Mal Warzen an den Fusssohlen hatten, in vier Gruppen auf. Je nach Zuteilung wurden sie entweder mit einem sogenannten gepulsten Farbstofflaser, einem CO2-Laser, einer keratolytischen Lösung oder mit Kälte (Kryotherapie) behandelt – alles Therapieformen, die in der Praxis regelmässig Anwendung finden.

Raucher leiden länger

Zwei Massnahmen entpuppten sich als besonders erfolgreich. So waren die Teilnehmer der CO2-Laser-Gruppe die Warzen am schnellsten los. Im Durchschnitt mussten sie sich nur vier Wochen mit ihnen herumplagen. Das Schlusslicht bildete das Vereisen: Die Teilnehmer, die mit Kälte behandelt wurden, mussten sich im Schnitt 24 Wochen gedulden.

Punkto Therapieerfolg schlossen in der Studie die gepulsten Farbstofflaser am besten ab: Nach sechs Monaten waren 74 Prozent warzenfrei geblieben. In der Keratolysegruppe betrug der Anteil nur 55 Prozent, in der Kryotherapiegruppe 54 Prozent und in der CO2-Lasergruppe 48 Prozent.

Doch nicht nur die Art der Therapie spielt eine Rolle: Auch Alter und schlechte Angewohnheiten haben laut der Studie einen Einfluss. So verdoppelte sich etwa das Rückfallrisiko ab einem Alter von 26 Jahren. Bei Rauchern wuchs es sogar auf das Fünffache an.

So entstehen Warzen

Warzen werden durch die sogenannten humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst, die durch beschädigte Hautstellen in den Körper eingedrungen sind und sich dort festgesetzt haben. Da sich dieses Schauspiel in den obersten Hautschichten abspielt, bekommt das Immunsystem von den Eindringlingen lange Zeit nichts mit. Das gibt den Viren die Möglichkeit, sich in aller Ruhe unter der Haut einzunisten.

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