28.03.2020 20:09

Müllheim (D)

«Wie zum Teufel kommt das Känguru hierher?»

In Müllheim (D) erreichten die Polizei am Freitag mehrere Notrufe wegen eines Kängurus, das in der Ortschaft herumhüpfte. Es handelte sich nicht um einen Scherz.

von
obr

«Kaum zu glauben», schrieb das Polizeirevier Müllheim (D) in einer Medienmitteilung am Freitag: In der südbadischen Ortschaft auf halber Strecke zwischen Basel und Freiburg (D) habe sich die lokale Polizei am Morgen eine Verfolgungsjagd mit einem Känguru geliefert.

Zunächst hätten mehrere Notrufe der Polizei verklickern wollen, dass in einem Industriegebiet ein Känguru herumhüpfe. Die Polizei schickte eine Streife los, aber weil diese nichts fand, zog sie unverrichteter Dinge wieder von dannen.

Gut zwei Stunden später erhielt die Polizei einen weiteren Notruf eines Baustoffhändlers, es befände sich ein Känguru auf dem benachbarten Firmengelände. Dort entstand auch ein Video des exotischen Besuchers, das nun in den Sozialen Medien kursiert. Diesmal rückte die Polizei mit zwei Streifenwagen – «verdeckt», wie es im Polizeibericht heisst – an und traf den aussergewöhnlichen Besucher tatsächlich an.

Känguru flüchtete ins Büro

Das Beuteltier schien aber nicht willens sein, zu kooperieren: Beim Versuch der Polizeibeamten, das Tier einzufangen, «ging es in das angrenzende Bürogebäude flüchtig», heisst es in der Mitteilung. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.

Das Tier flüchtete sodann ins Büro des dort beschäftigten Marktleiters, worin es die Polizisten einschliessen konnten. Derweil verständigten sie die Feuerwehr für weitere Massnahmen. Zeitgleich sei es, wie die «Badische Zeitung» herausfand, Mitarbeitern des Baumarkts gelungen, den Tierhalter zu ermitteln.

Dieser eilte aus dem Nachbarsort Auggen herbei und nahm das Känguru wohlbehalten und unverletzt in Obhut. «Das Beuteltier wohne gemäss dem Halter erst seit wenigen Tagen bei ihm», sagte Polizeisprecher Michael Schorr auf Anfrage von 20 Minuten. Es sei zwar handzahm, boxe aber gerne ab und zu.

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