Aktualisiert 19.12.2006 16:22

Wieder 100 Bootsflüchtlinge vor Marokko ertrunken

Mehr als 100 afrikanische Migranten haben ihren Versuch mit dem Leben bezahlt, von Senegal aus mit einem Boot auf die kanarischen Inseln zu gelangen.

Nach einem Schiffbruch wurden «25 Menschen gerettet, 102 gelten als vermisst und damit als tot», sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes am Dienstag in Dakar. Das hölzerne Boot, das seit Anfang des Monats unterwegs war, sei vor der Küste Marokkos in einen Sturm geraten. Die Tragödie ereignete sich bereits am Wochenende.

Überlebende berichteten, dass nach Europa wollten. In diesem Jahr sind bereits knapp 30 000 illegale Migranten auf den zu Spanien gehörenden kanarischen Inseln angekommen, etwa die Hälfte von ihnen aus Senegal. Schätzungsweise mehrere hundert Menschen haben die gefährliche Reise auf Fischerbooten nicht überlebt.

Die finanziellen Forderungen der Schlepper werden häufig von der gesamten Familie eines Auswanderers in der Hoffnung erfüllt, dass er eine gut bezahlte Arbeit in einem Land der Europäischen Union findet. (sda)

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